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Kroymann beim Deutschen Comedypreis 2017 (Bild: 9EkieraM1 / wikipedia)

Die Schauspielerin, Kabarettistin und Satirikerin Maren Kroymann erhält den Hamburg Pride Ehren Award 2026. Mit dem Preis werden Personen des öffentlichen Lebens gewürdigt, die Vorbildcharakter für die queere Community in Deutschland haben.

Maren Kroymann hat sich bereits 1993 öffentlich geoutet – zu einer Zeit, in der queere Lebensrealitäten in den Medien nahezu unsichtbar waren. "Seitdem bringt sie mit einer Mischung aus Humor und Haltung Themen wie Gleichberechtigung, Geschlechterrollen und Diversität dorthin, wo sie hingehören: in die Mitte der Gesellschaft". lobt der CSD. Gleichzeitig zeige Kroymann, dass Humor ein politisches Werkzeug sein kann.

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Bereits in den 1990er-Jahren schrieb sie Fernsehgeschichte mit "Nachtschwester Kroymann", einer der ersten von Frauen geprägten Satiresendungen im deutschen Fernsehen. Später kehrte sie mit ihrer vielfach ausgezeichneten Sketch-Comedy "Kroymann" zurück und bewies laut dem Pride, "dass feministische Perspektiven und queere Themen nicht nur relevant, sondern auch massenwirksam sein können". Außerdem beteiligte sich Kroymann an der Initiative #ActOut, bei der sich über 180 Schauspieler*innen öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung bekannten und mehr Offenheit in der Branche forderten.

Über ihr Coming-Out sagte sie später: "Es war klar, dass es beruflich nicht gerade förderlich ist." Aber: "Es ist mir wichtiger, dass ich für Lesben, Homosexuelle oder Menschen, die anders leben, etwas voranbringe, als wenn ich noch drei mittellustige Hauptrollen in einer Serie spiele."

Der Pride Award wird am 25. Juli im Rahmen der Pride Night, der offiziellen CSD-Eröffnung, im Curio-Haus überreicht. In den letzten Jahren waren unter anderem Susanne Baer, ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht, der Influencer Fabian Grischkat, der Aktivist und Entertainer Riccardo Simonetti, die Initiative #outinchurch und die WDR-Journalistin Georgine Kellermann geehrt worden.

Der Hamburger CSD steht dieses Jahr unter dem Motto "Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst". Die Pride Week vom 25. Juli bis zum 2. August umfasst die große Demonstration am 1. August. (cw/pm)

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