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Lesetipp
Sichtbarkeit für queere Kämpfe im neuen Magazin des Paritätischen
Der Paritätische Wohlfahrtsverband widmet sein neues Mitgliedermagazin unter dem Titel "Still Queer" Organisationen aus der LGBTI-Community – zwischen Rechtsruck, Solidarität und Hoffnung. Jetzt kostenlos lesen!

Zeigt auch persönlich Flagge: Der Paritätische beim Berliner CSD 2025 (Bild: Boaz Arad / Paritätischer Berlin)
- Von Lena Heckel
28. Juni 2026, 12:23h 3 Min.
Dass die Idee der Parität, die dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zu Grunde liegt, queere Gemeinschaften und deren Lebensentwürfe miteinschließt, scheint keine neue Entwicklung zu sein. Spätestens seit dem 2025 veröffentlichten queerpolitischen Grundsatzpapier ist die Position des Wohlfahrtsverbands zu Queerness sehr deutlich: "Die Akzeptanz queeren Lebens ist ein entscheidender Gradmesser für das demokratische Miteinander in Deutschland", heißt es da. Der Verband bezieht klar Stellung für die Rechte und den Schutz von Menschen aus der LGBTI-Community.
Es ist also auch nicht verwunderlich, dass in den letzten Jahren mehr und mehr queere Organisationen Mitglieder des Verbandes geworden sind, wie etwa auf überregionaler Ebene der LSVD+ – Verband Queere Vielfalt, die Deutsche Aidshilfe, Lambda, BISS, Lesben und Alter oder der Bundesverband Trans*, um nur einige zu nennen. Hinzu kommen noch viel mehr regionale Organisationen in den Landesverbänden, etwa die Schwulenberatung Berlin oder LesLeFam.
Fokus auf die Folgen des Rechtsrucks

Cover des Mitgliedermagazins
Um den aktuellen Herausforderungen, denen queere Organisationen gegenüberstehen, ebenso wie ihren Erfolgen und ihrer wichtigen Arbeit mehr Aufmerksamkeit zu schenken, ist das aktuelle vierteljährliche digitale Mitgliedermagazin des Paritätischen genau ihnen gewidmet. Der Titel "Still Queer" spielt auf das erste Schwerpunktheft "Queer" aus dem Jahr 2020 an, passt aber sehr gut zum unermüdlichen Einsatz der queeren Organisationen in Deutschland, die mit zunehmenden Anfeindungen zu kämpfen haben.
Die aktuelle Ausgabe des Mitgliedermagazins porträtiert einzelne Initiativen und wichtige Persönlichkeiten aus der queeren Community, so wie die Berliner Aktivistin Henny Engels oder den Partyveranstalter LCavaliero. Der Paritätische Wohlfahrtsverband wollte mit diesem Magazin "auch einen Fokus auf die Probleme für queere Menschen, die durch den Rechtsruck entstehen, aufzeigen, etwa durch queerfeindliche Gewalt oder für geflüchtete Queers oder wie es mit Begegnungsstätten aussieht, etwa wenn queere Clubs schließen müssen".
Besonders beeindruckend ist in diesem Kontext das Porträt des Berliner Vereins LesLeFam, welcher nach einem Brand sein Büro in Berlin vorläufig aufgeben musste, allerdings bei einem befreundeten Projekt Asyl finden konnte und seine Arbeit trotzdem weiterführt. Die Bedeutung queerer Gemeinschaft und Solidarität wird in vielen Artikeln sehr deutlich.
Nicht wenige Beiträge verbreiten auch Hoffnung
Neben teils schweren Themen kommt nicht selten auch ein hoffnungsvoller Ton auf, wenn zum Beispiel von der steigenden Awareness zum ärztlichen Fachwissen zu trans Themen oder der besonderen Initiative des Julie-Roger-Hauses als Pflegeheim für queere Senior*innen die Rede ist.
Die verschiedenen Interviews im Heft schaffen ein breites Bild von queerem Engagement und Leben in Deutschland. Und sie ermuntern einmal mehr, die Arbeit der regionalen wie bundesweit tätigen Organisationen wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu unterstützen, besonders in Zeiten wie diesen.
Das Magazin "Still Queer" kann auf der Homepage des Paritätischen kostenlos online gelesen werden.
Links zum Thema:
» Das Mitgliedermagazin "Still Queer" auf der Homepage des Paritätischen
Mehr queere Kultur:
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