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Symbolbild: Café an der Twistetalsperre im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg (Bild: Hubert Berberich / wikipedia)

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat zum Pride Month eine anonyme Online-Umfrage gestartet, mit der die Lebensrealitäten queerer Menschen in der Region erfasst werden sollen. Die Befragung läuft bis Ende August. Die Beantwortung der Fragen dauert fünf bis sieben Minuten.

Ziel sei es, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und passgenaue Strukturen für die ländliche Region zu schaffen, teilte der Landkreis in der vergangenen Woche mit. Initiiert hat die Umfrage die Unterstützungsstelle für queere Personen des Landkreises, die seit knapp zwei Jahren besteht.

Bundesweite Studien und Trends – etwa zur steigenden Queer­feindlichkeit – lieferten zwar grundlegende Erkenntnisse, ließen aber kaum Rückschlüsse auf die spezifische Situation im ländlichen Raum zu, hieß es zur Begründung. "Wir möchten gemeinsam mit den Menschen vor Ort Strukturen schaffen und verbessern. Das gelingt aber nur, wenn wir über einen partizipativen Ansatz zuhören und Bedarfe direkt erheben", sagte die stellvertretende Frauenbeauftragte des Landkreises, Miriam Drüppel.

Die Befragung richtet sich in erster Linie an queere Menschen, die im Landkreis leben oder sich dort regelmäßig aufhalten. Ausdrücklich eingeladen seien aber auch Angehörige, Freund*­innen und Verbündete.

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Die Ergebnisse sollen zugleich als erste Bilanz der bisherigen Arbeit der Unterstützungsstelle dienen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den seit 2024 etablierten "Coming Out Days" – einer Aktionswoche, die queeres Leben im Landkreis sichtbar machen und Vorurteile abbauen soll. Die Umfrage soll klären, welche Themen und Formate für künftige Aktionstage gewünscht sind. (cw)

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