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Mönchengladbach
Hakenkreuz-Attacke auf queeres Zentrum: Polizei ermittelt drei Tatverdächtige
Fast drei Monate nach einem Anschlag auf ein queeres Zentrum in Mönchengladbach hat die Polizei drei Tatverdächtige ermittelt. Es soll sich dabei um junge Rechtsextreme handeln.

Der Anschlag Mitte April rüttelte die queere Community in Mönchengladbach auf (Bild: Queers an der Niers e. V.)
- 30. Juni 2026, 12:34h 2 Min.
Die Polizei hat laut eigenen Angaben "drei Tatbeteiligte identifiziert", die vor elf Wochen einen Anschlag auf das Queere Zentrum Mönchengladbach verübt haben sollen. Mitte April war bei dem nächtlichen Angriff eine Glasscheibe zerstört worden, zudem wurde auf eine Scheibe ein Hakenkreuz geschmiert, neben dem stand: "Wir kommen" (queer.de berichtete).
Der Staatsschutz hatte wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung ermittelt. Derzeit liefen noch Ermittlungen wegen dem Hintergrund und dem Motiv der Tat, teilte die Polizei mit. Außerdem erklärte die Behörde, man mache bis auf weiteres "keine weiteren Angaben zu den tatverdächtigen Personen".
Täter offenbar zwischen 14 und 20 Jahre alt
Wie die "Rheinische Post" (Bezahlartikel) berichtet, handle es sich bei den Tatverdächtigen um Heranwachsende zwischen 14 und 20 Jahren. Außerdem seien die jungen Tatverdächtigen der rechten Szene zuzuordnen.
Der Anschlag sorgte im April für Entsetzen in Mönchengladbach. An einer Mahnwache nach der Tat nahmen etwa auch der offen schwule Oberbürgermeister Felix Heinrichs (SPD) und der Mönchengladbacher CDU-Chef Jochen Klenner teil (queer.de berichtete). "Es macht mich wütend und betroffen, dass es Menschen in unserer Stadt gibt, die so einen Angriff verüben", erklärte Heinrichs damals. "Ich bin froh, dass viele zusammen gekommen sind, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen! Gemeinsam sind wir stark! Mönchengladbach ist eine weltoffene Stadt und dafür stehen wir alle ein."
Aus der queeren Community kamen Forderungen an die Politik, endlich mehr gegen Queerfeindlichkeit zu unternehmen. Das Queere Netzwerk NRW forderte als Reaktion etwa Queerbeauftragte in allen Kommunen, landesweite Akzeptanzkampagnen, eine Stärkung der Meldestellen, Sensibilisierung der Polizei "sowie eine unmissverständliche und öffentliche Verurteilung von Hass und Gewalt gegen LSBTIAQ*". (dk)













