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Kampagne gegen schwulen Ex-Minister

Nach Fake-Missbrauchsvorwürfen: Pete Buttigieg kurzzeitig von seinen Kindern getrennt

Konservative haben den früheren amerikanischen Verkehrsminister Pete Buttigieg immer wieder wegen seiner Elternschaft attackiert. Nun wurden sogar völlig absurde Missbrauchsvorwürfe gegen den offen schwulen Politiker erhoben.


Pete Buttigieg wehrt sich erfolgreich gegen Missbrauchsvorwürfe (Bild: Gage Skidmore / wikipedia)

Der ehemalige US-Verkehrsminister Pete Buttigieg und sein Ehemann Chasten sind kürzlich Opfer einer böswilligen Falschmeldung beim Jugendamt geworden. Wie Buttigieg in einem persönlichen Substack-Beitrag öffentlich machte, führte ein anonymer Anruf dazu, dass die Polizei und Jugendamt-Mitarbeitende das Haus der Familie in Michigan aufgesucht hätten.

Buttigieg durfte deshalb eine Nacht lang nicht allein mit seinen vierjährigen Zwillingen verbringen und musste außerhalb seines eigenen Hauses übernachten. Am Folgetag wurden die Kinder zudem ohne Beisein der Eltern fast einstündigen, forensischen Befragungen durch die Behörden unterzogen.

Eine anonyme Person hatte zuvor in einem Anruf an die Notrufnummer 911 behauptet, von einer Frau gehört zu haben, die Buttigieg vor Jahren auf einer Konferenz in Alabama getroffen habe. Dort habe Buttigieg angeblich "unsagbare Gewaltverbrechen" gestanden. Buttigieg stellte klar, den besagten Ort in Alabama noch nie besucht zu haben.

Die Landespolizei von Michigan und das Jugendamt stuften die Vorwürfe nach einer schnellen Überprüfung als komplett haltlos ein. Die Ermittler*innen machten deutlich, dass sie von einem politisch motivierten Täuschungsmanöver ausgehen. Buttigieg kündigte an, alle straf- und zivilrechtlichen Optionen zu prüfen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

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"Das Hässlichste, was mir widerfahren ist"

Buttigieg erklärte als Reaktion auf die Tortur: "Im Laufe der Jahre wurde ich oft beschimpft, angeschrien, angefeindet, bedroht und niedergeschrien. Ich habe politische Angriffe im Amt erlebt, Todesdrohungen im öffentlichen Leben und Raketenangriffe im Krieg", fuhr der Veteran des Afghanistan-Krieges fort. "Aber das hier ist das Hässlichste, was mir seit Beginn meiner Laufbahn im Dienst der Allgemeinheit widerfahren ist."

Seine Sorge gelte seinen Kindern: "Sie sollten sich lieber den Kopf darüber zerbrechen, welches Eis sie heute Nachmittag essen, anstatt sich zu fragen, warum sie zu einem Erwachsenen geschleppt werden, der ihnen merkwürdige Fragen stellt, oder warum ihr Papa plötzlich keine Zeit hat, ihnen eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Um Gottes willen, das sind doch noch Kinder", erklärte der 44-Jährige. Zudem rief er dazu auf, nicht Kinder für politischen Streit zu missbrauchen. "Was auch immer man von einem Politiker hält – die Kinder lässt man verdammt noch mal aus dem Spiel."

Erster schwuler Bundesminister der USA

Buttigieg wurde Anfang 2021 als erster offen schwuler Mann vom Senat zu einem Ministeramt bestätigt (queer.de berichtete). Er gilt heute als aussichtsreicher Bewerber für die demokratische Präsidentschaftskandidatur 2028 (queer.de berichtete).

Nach seinem Amtsantritt gab Buttigieg bekannt, dass er und sein Ehemann Eltern von Zwillingen geworden seien (queer.de berichtete). Konservative wie der frühere republikanische Vizepräsident Mike Pence machten sich immer wieder über die Elternschaft des schwulen Politikers lustig (queer.de berichtete). (dk)

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