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Ausgerechnet im Pride Month
Königin Camilla: Treffen mit transfeindlicher Autorin J.K. Rowling sorgt für Empörung
Königin Camilla hat J.K. Rowling empfangen, um über das Lesen zu sprechen. Weil die "Harry Potter"-Autorin für ihre Transphobe berüchtigt ist, löste ein königliches Foto im Netz Empörung aus. Vor allem, weil es ausgerechnet im Pride Month veröffentlicht wurde.

Königin Camilla (re.) empfängt Homo-Hasserin J.K. Rowling in Schottland (Bild: IMAGO / Avalon.red)
- 1. Juli 2026, 11:03h 3 Min.
Die britische Königin Camilla (78) hat im Palast von Holyroodhouse in Edinburgh die "Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling (60) empfangen. Bei dem Treffen zum Auftakt der schottischen Royal Week ging es nach Angaben des Königshauses um die Bedeutung des Lesens für Kinder. Das offizielle Instagram-Konto der Royal Family veröffentlichte ein Foto der beiden Frauen, die nebeneinander stehen – Camilla in einem tiefblauen Kleid, Rowling in einem weißen Blazer.
In der Bildunterschrift hieß es, man teile "eine gemeinsame Leidenschaft für Bücher und ein tiefes Engagement dafür, dass Kinder zum Vergnügen lesen". Weiter schrieb der Palast: "Ihre Majestät und Frau Rowling sprachen darüber, wie wichtig es ist, jungen Menschen den Zugang zu Büchern zu ermöglichen, und über die entscheidende Rolle, die das Lesen dabei spielt, künftigen Generationen Türen zu öffnen."
Kritik: Treffen mit Trans-Hasserin ausgerechnet im Pride Month
Das Foto löste im Netz umgehend Kritik aus. Dass die Königin das Foto ausgerechnet im Juni veröffentlichte, dem Pride Month, stieß bei vielen Nutzer*innen auf Unverständnis. Rowling gilt seit Jahren als eine der lautesten Gegnerinnen der Anerkennung von trans Menschen.
In den Kommentaren wurde Camilla unter anderem als "erbärmlich" bezeichnet, Rowling als "Königin der Transphoben". "Und das auch noch während des Pride Month", schrieb ein Nutzer, ein anderer stellte klar: "Trans Rechte sind Menschenrechte." Es gab aber auch Fürsprecher*innen. Manche verteidigten Rowling und verwiesen auf ihr Recht auf eine eigene Meinung. Einige machten auch abschätzige Bemerkungen über trans Frauen und behaupteten etwa, dass diese nur "Männer in Kostümen" seien.
Rowling hatte in den letzten Jahren die Existenz von trans Menschen immer wieder angezweifelt und trans Frauen etwa als "Männer" oder "Verbrecher" verunglimpft. Letztes Jahr rief sie zum Boykott einer Kaufhauskette auf, weil diese trans Frauen als Mitarbeiterinnen einstellt (queer.de berichtete). Ihre Haltung führte zu einem Bruch mit früheren "Harry Potter"-Weggefährt*innen wie Daniel Radcliffe und Emma Watson, die sich öffentlich von ihr distanziert haben.
Camillas Engagement fürs Lesen – und für einen Antisemiten
Der Anlass für das Treffen: Camilla ist Schirmfrau mehrerer literarischer Organisationen. Während des Corona-Lockdowns rief sie einen Instagram-Buchclub ins Leben, aus dem die Wohltätigkeitsorganisation "The Queen's Reading Room" hervorging.
Bereits 2023 hatte Camilla für Aufregung gesorgt, als sie Autorinnen und Autoren ermutigte, sich nicht von jenen bremsen zu lassen, die "die Freiheit Ihres Ausdrucks einschränken" wollten. Dieser Appell stand im Zusammenhang mit den überarbeiteten Neuauflagen der Bücher des Kinderbuchautors Roald Dahl (1916-1990), aus dem diskriminierende Aussagen gestrichen werden sollten. Dahl gilt als Kultautor, gab aber offen zu, jüdische Menschen pauschal zu hassen ("Ich bin definitiv Anti-Israel und ich bin Antisemit geworden"). Außerdem zeigte er Verständnis für die Nazis ("Selbst ein Stinker wie Hitler hat sie [die Juden] nicht ohne Grund ausgesucht"). (spot/cw)















