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Kampagne "gemeinsam.sicher.sichtbar"

Neue Plakate für mehr Sicherheit queerer Menschen in Mannheim

Mannheim erweitert seine Sicherheitskampagne für queere Menschen: Zwei neue Plakatmotive kommen hinzu. Vorgestellt wurden sie beim 11. Regenbogenempfang der Stadt, bei dem auch das Thema Bi+ im Mittelpunkt stand.


Die beiden neuen Plakate sind im Vorfeld der Monnem Pride im Stadtgebiet sowie in den Bahnen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) zu sehen

Mit zwei neuen Plakatmotiven setzt die Stadt Mannheim ihr Kampagne für die Sicherheit queerer Menschen fort. Vorgestellt wurden sie beim 11. Regenbogenempfang der Stadt am 1. Juli, zu dem Gäste aus queerer Community, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenkamen.

Die Kampagne "gemeinsam.sicher.sichtbar" war im vergangenen Jahr von einem Netzwerk aus Polizei, Staatsanwaltschaft, queerer Community und Stadt Mannheim gestartet worden. Sie soll auf besondere Herausforderungen queerer Menschen aufmerksam machen, über Unterstützungsangebote informieren und dazu aufrufen, Diskriminierung und Gewalt konsequent zu melden.

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Auf früheren Plakaten ist auch der OB zu sehen

Zu den bisher acht Plakatmotiven, auf denen unter anderem Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) und Polizeipräsidentin Ulrike Schäfer zu sehen sind, kommen nun zwei weitere hinzu. Sie sind im Vorfeld der Monnem Pride am 11. Juli im Stadtgebiet sowie in den Bahnen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) zu sehen. Als neue Unterstützer der Kampagne treten rnv-Geschäftsführer Martin in der Beek und Christian Volz sowie Panajotis Neuert und Fabian Klenk von "Pflege im Quadrat" auf. Die Plakate weisen zudem auf Möglichkeiten hin, queerfeindliche Straftaten anzuzeigen – über den Notruf 110, das nächste Polizeirevier oder die Onlinewache der Polizei Baden-Württemberg. Während der Monnem Pride sollen zusätzlich Flyer verteilt werden, im Herbst sind weitere Veranstaltungen zum Thema geplant.


Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) beim Regenbogenempfang (Bild: Stadt Mannheim / Fotoatelier Elena F. Barba)

In seiner Begrüßungsrede betonte Specht die Bedeutung des Regenbogenempfangs für die Stadtgesellschaft: "Wenn wir heute über Pride sprechen, dann sprechen wir nicht über ein Sonderthema für eine einzelne Gruppe", sagte der CDU-Politiker. "Wir sprechen über die Frage, wie wir in Mannheim ganz grundsätzlich miteinander leben wollen – mit gegenseitigem Respekt, Sicherheit und gleichen Chancen für alle."

Mannheim verstehe Vielfalt nicht als Selbstzweck, sondern als Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Als Mitglied des Rainbow Cities Network und LGBTIQ-Freiheitsraum setze sich Mannheim dafür ein, dass queere Menschen frei, sichtbar und ohne Angst vor Diskriminierung leben können.

Thema Bi+ im Mittelpunkt des Empfangs

Im Mittelpunkt des diesjährigen Empfangs stand zudem das Thema Bi+, ein Sammelbegriff für Menschen, die sich zu mehr als einem Geschlecht hingezogen fühlen. In einer Talkrunde ging es um deren Lebensrealitäten und Sichtbarkeit – auch mit Blick auf die ersten Bi+ Pride Weeks, die im September in Mannheim stattfinden sollen. Eine Fotoausstellung des Rainbow Cities Networks zeigte unter anderem drei prämierte Beiträge aus einem städtischen Wettbewerb.

Geehrt wurde beim Empfang außerdem die Regionalgruppe Rhein-Neckar des Berufsverbands VK – Netzwerk für Vielfalt und Karriere, die sich seit 30 Jahren ehrenamtlich für ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld einsetzt. (cw)

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