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Cologne Pride

Nach Buhrufen beim CSD Köln bekräftigt die CDU: "Auch wir sind Teil des CSD"

Die Teilnahme der CDU an CSDs ist wegen der Politik der Partei oft umstritten. Beim Kölner CSD buhten einige Demonstrierende den Wagen der Konservativen aus – diese sehen sich aber als Teil der Community.


Nicht alle Botschaften beim CSD waren CDU-freundlich (Bild: IMAGO / Vitalii Kliuiev)

Die Kölner CDU hat ihre Teilnahme am Cologne Pride vergangenen Sonntag verteidigt. Man gehöre selbstverständlich auch zur queeren Community, teilte die Partei mit.

Zuvor waren auf Social Media mehrere Videos aufgetaucht, in denen der Wagen der CDU ausgebuht wurde. Zudem zeigten mehrere CSD-Teilnehmende dem Wagen den Mittelfinger, auch "Merz leck Eier"-Rufe waren zu hören. Eine TikTok-Nutzerin schrieb etwa zu einem Video: "Die rechts-konservative Partei CDU, die sich noch nie für die Rechte von Minderheiten eingesetzt hat und den CSD nur für Wahlwerbung nutzt, wird auf der Demonstration ausgebuht."

@ines.azrael

Die rechts-konservative Partei CDU, die sich noch nie für die Rechte von Minderheiten eingesetzt hat und den CSD nur für Wahlwerbung nutzt, wird auf der Demonstration ausgebuht. #csdköln

Originalton – Ines Azrael
TikTok / Ines Azrael
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Die CDU Köln erklärte hingegen auf Instagram: "Gemeinsam mit anderen demokratischen Parteien haben auch wir für Gleichberechtigung & Respekt protestiert." Besonderen Dank spendete sie dem Landesverband Lesben und Schwulen in der Union (LSU), die den Wagen organisiert hat.

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Zur Kritik erklärte die Partei: "Trotz der ein oder anderen kritischen Stimme bleiben wir dabei: Auch wir sind Teil des CSD", heißt es in dem Statement. "Und auch wenn wir politisch nicht immer alle einer Meinung sind, haben wir, die bei der CSD Demo dabei waren, doch alle eins gemeinsam. Wir wollen, dass alle Menschen, unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung, Geschlecht, Hautfarbe uvm. die gleichen Rechte und Chancen in diesem Land haben. Denn dafür steht das Deutsche Grundgesetz. Und dafür stehen wir."

Laut dem "Kölner Stadtanzeiger" erklärten CDU und LSU weiter: "Jede demokratische Partei muss mit Kritik und Buhrufen klarkommen, so auch wir." Kritik dürfe aber nicht in Beleidigungen umschlagen. "Das darf nicht sein, denn ein CSD steht für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt. Zum CSD gehört damit auch die Anerkennung, dass LSBTIQ+-Menschen unterschiedliche politische Überzeugungen haben und sich in verschiedenen demokratischen Parteien engagieren."

BSW wurde ausgeschlossen

Auch die anderen demokratischen Parteien waren beim CSD Köln vertreten. Der Pride-Verein lehnte allerdings einen Antrag des queerfeindlichen Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) ab, auf der CSD-Demo eine Fußgruppe zu stellen (queer.de berichtete). Die populistische Partei hatte zuvor damit geprahlt, dass man auf dem CSD Werbung für seine Politik beispielsweise gegen die Wehrpflicht machen wolle, erwähnte dabei aber queere Themen mit keinem Wort (queer.de berichtete).

Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten, ob die Union wegen ihrer oft queerkritischen Politik überhaupt am CSD teilnehmen sollte. So untersagte dieses Jahr etwa der CSD Karlsruhe die Beteiligung der CDU, weil die Partei teilweise "aktiv dem Selbstverständnis des CSD Karlsruhe widersprechen" würde (queer.de berichtete). In den vergangenen Jahren war die CSU auch mehrfach vom CSD München ausgeschlossen worden, durfte aber dieses Jahr wieder mit einem Wagen an der Demo teilnehmen (queer.de berichtete). (dk)

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