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Britpop

Atomic Kitten: Lesbische Szene aus Musikvideo gestrichen

Laut Sängerin Natasha Hamilton habe das Plattenlabel die vorgesehene Szene in "Be With You" in letzter Sekunde gestoppt.


Liz McClarnon, Jenny Frost und Natasha Hamilton (v.l.n.r.) bei einem Konzert im Jahr 2005 (Bild: Martin.o / wikipedia)

Die frühere Atomic-Kitten-Sängerin Natasha Hamilton hat berichtet, dass für das Musikvideo zur Single "Be With You" ursprünglich eine romantische Szene zwischen ihr und einer Frau vorgesehen war. Kurz vor dem Dreh der Szene habe das damalige Plattenlabel die Idee jedoch gestoppt.

Hamilton schilderte die Episode in einer am Montag veröffentlichten Folge des Podcasts "Right Back At Ya!". Demnach habe der Regisseur vorgesehen, dass sie im Video mit einer Frau zu sehen sein sollte, während die übrigen Bandmitglieder Szenen mit männlichen Darstellern drehten. Das Label habe jedoch entschieden: "Auf keinen Fall", erinnerte sich die heute 43-Jährige. Das Musikvideo zeigt entsprechende Begegnungen während einer Clubnacht. Die anderen Bandmitglieder hatten ihre Szenen bereits gefilmt. Als die Entscheidung fiel, sei niemand außer der Crew und ihr noch dagewesen. Letztlich habe ihr damaliger Partner einspringen müssen.

Auf die Frage, ob sie mit einer entsprechenden Handlung einverstanden gewesen sei, betonte sie: "Natürlich, das wäre großartig gewesen". Sie habe damals gerade ein Kind bekommen und argumentiert, dass dies keine Rolle spiele. Entscheidend sei vielmehr die Sichtbarkeit gewesen: "Es geht um Repräsentation."

"Be With You" erschien 2002 und zählt zu den bekannten Singles der britischen Girlgroup Atomic Kitten. Die Formation gehörte Anfang der 2000er Jahre mit Hits wie "Whole Again", "Eternal Flame" und "The Tide Is High (Get the Feeling)" zu den erfolgreichsten Popgruppen Großbritanniens. Hamilton stieß bereits im Alter von 16 Jahren zur ursprünglichen Besetzung um Kerry Katona und Liz McClarnon.

Zuletzt machte Hamilton mit ihrer ersten Solo-EP "Extraction" auf sich aufmerksam. In einem weiteren aktuellen Interview mit der britischen Zeitung "The Times" sprach sie zudem über die schwierige Zeit nach ihrem Ausstieg bei Atomic Kitten im Jahr 2004. Damals habe sie eine Steuernachforderung von mehr als 250.000 Pfund erhalten, gleichzeitig unter einer Wochenbettdepression gelitten und nach eigenen Angaben aus finanziellen Gründen früher als geplant wieder arbeiten müssen. Die Belastung habe schließlich zu einem psychischen Zusammenbruch geführt. Rückblickend beschreibt Hamilton sich als zu gutgläubig und finanziell unerfahren, weil sie anderen die Kontrolle über ihre Angelegenheiten überlassen habe. (cw)

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