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- 02. November 2006 2 Min.
Hamburg (queer.de) - Das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung hat gegen Sacha Baron Cohen, den Hauptdarsteller des heute startenden britischen Kinofilms "Borat", sowie gegen die Produktionsfirma Strafanzeige in Hamburg gestellt. Das berichtet "Spiegel Online". Der Film enthalte diskriminierende Szenen, außerdem verstoße die Benutzung des Wortes "Zigeuner" gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), argumentiert Marko Knudsen, der Vorsitzende des Vereins, der sich die Ahndung von Rassismus gegen Sinti und Roma auf die Fahnen geschrieben hat. Außerdem wurden RTL, Sat 1, Pro Sieben und MTV verklagt, weil die einen Werbespot für den Film ausgestrahlt hätten, in der Borat fragt, ob er mit einem Wagen in eine Gruppe "Zigeuner" fahren könne. Des weiteren stellte der Verein Strafanzeige gegen die Nachrichtenseite "welt.de", weil sie ein satirisches Interview mit "Borat" führte, in dem nicht klar geworden sei, dass es sich nur um eine Kunstfigur handelte.
In dem Film reist der Cohen als kasachischer Journalist Borat durch die USA, die Reaktionen von Passanten werden mit versteckter Kamera aufgezeichnet. Borat ist dabei ein homophober und frauenfeindlicher Tollpatsch. Der Film "Borat - Kulturelle Lehrung von Amerika um Benefiz zu machen für glorreiche Nation von Kasachstan" wurde bereits in den USA heftigst kritisiert, weil sich Cohen gegen amerikanischen Symbolen wie der Flagge oder der Nationalhymne respektlos verhalten hatte. Cohens Figur Ali G. machte den jüdischen Comedian weltweit bekannt. Beliebt ist auch seine Darstellung Brunos, eines schwulen österreichischen Modejournalisten (hier im Interview mit einem homophoben US-Pastor). (dk)
Links zum Thema:
» Offizielle Filmwebsite
» Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung














