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US-TV-Preis

"Hacks" stellt Nominierungsrekord bei Emmys auf

Bei der Preisverleihung im September können sich viele queere Shows und Stars Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen.


In "Hacks" sind Komikerin Deborah Vance (Jean Smart) und die junge, bisexuelle Comedienne Ava Daniels (Hannah Einbinder) aufeinander angewiesen (Bild: ZDF / Karen Ballard)

Die Nominierungen für die 78. Primetime Emmy Awards stehen fest – und queere Serien und Stars gehören in diesem Jahr wieder zu den großen Vorab-Gewinnern. Besonders erfolgreich ist die HBO-Max-Comedy "Hacks", deren finale Staffel mit 24 Nominierungen einen Rekord in der Kategorie aufstellt. Hauptdarstellerin Jean Smart und Nebendarstellerin Hannah Einbinder wurden ebenso nominiert wie weitere Mitglieder des Teams vor und hinter der Kamera.

Die gefeierte Krankenhausserie "The Pitt" geht in der Kategorie Drama sogar mit 25 Nominierungen ins Rennen, teilte die Television Academy mit. Einige prominente Namen finden sich auf der Liste, etwa Steve Carell für seine Rolle in "Rooster", Jamie Lee Curtis für "The Bear" und Michelle Pfeiffer für "Margo's Got Money Troubles". Matthew Rhys ist für seine Rolle in "Widow's Bay" nominiert – die erste Staffel der Apple-TV-Serie fuhr auf Anhieb 19 Nominierungen ein.

Auch die Science-Fiction-Serie "Pluribus" über eine lesbische Schriftstellerin in einer von einem außerirdischen Virus veränderten Welt kommt auf 18 Nominierungen. Hauptdarstellerin Rhea Seehorn sowie Karolina Wydra und Miriam Shor erhielten dabei Emmy-Nominierungen, letztere beiden erstmals in ihrer Karriere. Als Gast ist auch der schwule Schauspieler Jeff Hiller nominiert, der auch in "Widow's Bay" zu sehen ist.

Die Schauspielerin und Sängerin Zendaya geht mit ihrer Rolle der queeren Protagonistin Rue in "Euphoria" ins Rennen, während Claire Danes für ihre Darstellung einer lesbischen Autorin in "The Beast in Me" nominiert ist. Weitere mögliche Preisträger*innen aus der Community: Ayo Edebiri als Nebendarstellerin in "The Bear", Colman Domingo als Nebendarsteller in "The Four Seasons" und Gast in "Euphoria" sowie Michael Urie als Support in "Shrinking".

"Heated Rivalry" (fast) unberücksichtigt

Leer aus ging der weltweite schwule Serienhit "Heated Rivalry" – als kanadische Produktion fehlte die Berechtigung zur Teilnahme. Hauptdarsteller Connor Storrie konnte allerdings eine Nominierung für die Moderation von "Saturday Night Live" einheimsen.

Besonders stark ist queere Präsenz im Reality-Bereich: Für den Emmy als beste Moderation einer Reality- oder Wettbewerbssendung sind unter anderem RuPaul ("RuPaul's Drag Race"), Alan Cumming ("The Traitors"), Kristen Kish ("Top Chef") und erstmals auch die Moderatorin Ariana Madix ("Love Island USA") nominiert. "Drag Race" schafft es auf insgesamt neun Nominierungen, "Queer Eye" erhielt eine. Derweil finden sich auch Pop-Größen indirekt unter den zahlreichen Nominierungen, Taylor Swift etwa mit dem Abschlusskonzert der "Eras"-Tour oder die Super-Bowl-Halftimeshow mit Bad Bunny.

Verleihung im September

Die Nominierungen wurden im Wolf Theatre der Television Academy in Los Angeles bekanntgegeben, von den Emmy-Preisträgern Liza Colón-Zayas ("The Bear") und dem bereits erwähnten Jeff Hiller sowie dem Vorsitzenden der Television Academy, Cris Abrego.

Der Fernsehpreis soll am 14. September verliehen werden, als Moderatorin der Show aus dem Peacock Theater in Los Angeles ist die Schauspielerin Mariska Hargitay ("Law & Order: Special Victims Unit") vorgesehen. Im September werden auch die Nominierungen für die internationalen Emmys bekannt gegeben. (cw)

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