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Österreich

Etchika Pollex erstochen: Tatverdächtiger festgenommen

Die bekannte trans Box-Promoterin war im Juni in Wien mit Messerstichen tot aufgefunden worden. Nun wurde ein Mann in Frankreich gefasst.


Etchika Pollex (Bild: IMAGO / Berlinfoto)

In Frankreich ist ein 24-jähriger Mann festgenommen worden, der verdächtigt wird, Ende Juni eine 70-Jährige in ihrer Wohnung im Wiener Bezirk Mariahilf getötet zu haben. Das gab die Wiener Polizei am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt, die dabei von Mordermittlungen sprach.

Österreichische Medien hatten berichtet, dass es sich bei der Getöteten um die deutsche Box-Promoterin Etchika Pollex handelte (queer.de berichtete). Auch wurde berichtet, dass nach dem Mitbewohner der trans Frau gefahndet werde. Bei dem Gesuchten sollte es sich um einen Tschetschenen handeln.

Die Frau war am 25. Juni von Freunden in ihrer Wohnung aufgefunden worden und nach Polizeiangaben offenbar schon seit einigen Tagen tot. Ihr Körper zeigte zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen auf.

Europäischer Haftbefehl führte nach Nizza

Das Landeskriminalamt Wien führte laut der Mitteilung umfangreiche Ermittlungen, insbesondere im privaten Umfeld des Opfers, durch. Dabei habe sich der dringende Tatverdacht gegen einen 24-jährigen Mann ergeben. Dieser habe Österreich wenige Tage nach der Tat verlassen, so dass über die Staatsanwaltschaft Wien ein europäischer Haftbefehl erlassen wurde.

In enger Zusammenarbeit mit Fugitive Active Search Team (FAST) Frankreich habe der Staatsangehörige der Russische Föderation im Raum Nizza lokalisiert und am Mittwochabend durch die französischen Behörden festgenommen werden können. Angaben zu einem möglichen Motiv machte die Polizei nicht, die Ermittlungen werden fortgesetzt.

"Dieser rasche polizeiliche Ermittlungserfolg ist das Ergebnis einer hervorragenden und engagierten Zusammenarbeit", betonte Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan. "Er zeigt, wie wichtig ein enger und abgestimmter nationaler sowie internationaler Austausch im Kampf gegen Kriminalität ist. Mein besonderer Dank gilt daher dem Landeskriminalamt Wien, dem Bundeskriminalamt sowie allen an diesem Erfolg beteiligten Kräften." (cw/pm)

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