https://queer.de/?58720
Polizeibericht
Berlin: Jugendliche greifen nichtbinäre Person an
- 10. Juli 2026, 11:06h 1 Min.

Die Berliner Polizei ermittelt nach einem mutmaßlich queerfeindlichen Angriff im Münsinger Park (Bild: Polizei Berlin / Youtube)
Eine nichtbinäre Person ist am Donnerstagabend in Berlin-Hakenfelde im Nordwesten der Bundeshauptstadt von drei bislang Unbekannten beleidigt und angegriffen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen und Aussagen von Zeug*innen befand sich die 51-jährige Person gegen 18:50 Uhr im Münsinger Park, als sich die drei unbekannten Jugendlichen über ihr Aussehen geäußert und sie beleidigt haben sollen.
Anschließend sollen zwei der Unbekannten eine leere Plastikflasche sowie Badelatschen gegen den Kopf der Person geworfen haben. Der dritte Tatverdächtige soll zudem zwei Feuerwerkskörper in Richtung der Person abgefeuert haben, die dann über ihr detoniert seien. Anschließend flüchtete das Trio und entkam. Die nichtbinäre Person blieb unverletzt.
Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatschutz des Landeskriminalamtes übernommen, da es sich um eine mutmaßlich queerfeindlich motivierte Straftat gehandelt habe. Zur weiteren Identität der Verdächtigen machte die Polizei – wie in Erstmeldungen üblich – keine Angaben.
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (pm/cw)














