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Teilnahme in Frankfurt
DFB über Pride-Teilnahme: "Der CSD ist ein Symbol für unsere Demokratie"
Beim CSD Frankfurt will der DFB ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie setzen. Dabei verteidigte der Verband kürzlich noch einen offen queerfeindlichen Nationalspieler.

Der DFB will sich beim CSD Frankfurt engagieren (Bild: Archiv)
- 14. Juli 2026, 11:43h 2 Min.
Der Deutsche Fußballbund wird an diesem Wochenende wieder beim CSD Frankfurt/Main teilnehmen. "Gemeinsam mit der Bundesliga, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Deutschen Sportjugend (dsj), dem Deutschen Turner-Bund (DTB), der Sportjugend Hessen, dem Sportkreis Frankfurt, SportPride und dem LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt setzt der DFB am Christopher Street Day (CSD) ein Zeichen und unterstreicht damit sein Engagement für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe", teilte der Verband mit. Der CSD Frankfurt steht in diesem Jahr unter dem Motto "Demokratie braucht keine Alternative".
Celia Sasic, die DFB-Vizepräsidentin für Gleichstellung und Diversität, betonte: "Der CSD steht für Vielfalt, er ist ein Symbol für unsere Demokratie." Sasic spielte zwischen 2005 und 2015 insgesamt 111 Mal für das DFB-Team und wurde zwei Mal Europameisterin. "Als DFB stehen wir fest an der Seite aller Menschen, die sich für Respekt, Offenheit und ein faires Miteinander einsetzen", so Sasic weiter. "Fußball wird überall auf der Welt gespielt, Fußball bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen – wir haben die Verantwortung, die verbindende Kraft des Fußballs zu schützen und noch stärker zur Entfaltung zu bringen."
In einer an den Frankfurter CSD-Verein gerichteten Selbstverpflichtungserklärung erklärte der DFB, man wolle "eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung und des Respekts" schaffen. "Der DFB unterstützt seiner Spieler*innen in allen Nationalteams von den U-Mannschaften bis zu den A-Nationalmannschaften und unterstützt die Anliegen der LGBTIQ* Community".
DFB-Chef verteidigte queerfeindlichen Nationalspieler
In der Vergangenheit hatte der DFB allerdings durchaus bei Queerfeindlichkeit beide Augen zugedrückt. Erst vor einem Monat attestierte DFB-Präsident Bernd Neuendorf etwa dem deutschen Nationalspieler Felix Nmecha, nicht homophob zu sein (queer.de berichtete).
Dabei nahm es der Funktionär mit der Wahrheit nicht so genau: 2023 hatte der Spieler etwa das Video eines amerikanischen Rechtsextremisten geteilt, der sich über ein trans Kind und dessen Vater lustig machte (queer.de berichtete). Nach Kritik verteidigte Nmecha sogar seine transfeindliche Haltung (queer.de berichtete). Später teilte er sogar noch ein weiteres Posting auf Instagram, das die queere Community und den Begriff "Pride" mit dem Teufel verglich (queer.de berichtete). Sanktionen für seine Ausbrüche hatte Nmecha nie erhalten, er soll nur zeitweise "auf Bewährung" gesetzt worden sein.
2024 stimmte der DFB außerdem für die Ausrichtung der Herren-Weltmeisterschaft 2036 in Saudi-Arabien – also einem Land, in dem auf Homosexualität die Todesstrafe steht (queer.de berichtete). (cw)















