Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?58827

Berlin

Shitstorm gegen Polizei nach Hissen von Regenbogen­flagge

"Verstoß gegen das Neutralitätsgebot", "Verdrängen der Nationalflagge", "Huldigen einer Ideologie": Nach dem Hissen der Regenbogenflagge vor dem Berliner Polizeipräsidium hagelt es Hass im Netz.


Seit 2008 wird vom dem Berliner Polizeipräsidium zum CSD die Regenbogenfahne gehisst (Bild: Polizei Berlin)

Nach dem Hissen der Regenbogenflagge vor dem Berliner Polizeipräsidium hat der Verein VelsPol Berlin-Brandenburg starke Anfeindungen im Internet beklagt. Mit Entsetzen habe man als Netzwerk von queeren Angehörigen in der Polizei, der Justiz und dem Zoll feststellen müssen, dass die Polizei Berlin seitdem in den sozialen Netzwerken intensiven Diffamierungen, Hass und Hetze ausgesetzt sei, heißt es in einer Pressemitteilung vom Freitag.

"Das Hissen der Regenbogenfahne vor einer Polizeidienststelle bedeutet nicht, dass die Polizei Berlin gegen das Neutralitätsgebot verstößt, dass die Polizei einer Ideologie nachhängt, dass die Polizei Berlin unsere Nationalfahne verdrängen will", erklärte der Landesvorsitzende Marco Klingberg. "Es bedeutet, dass die Polizei Berlin sich für eine vielfältige Gesellschaft, gegen Diskriminierung, gegen Ausgrenzung und gegen Queerfeindlichkeit einsetzt." Angesichts intensiver Angriffe auf gesellschaftliche Grundwerte sei dies "ein wichtiges und dringliches Zeichen".

Fahne wird seit 2008 vor dem Polizeipräsidium gehisst

Seit 2008 werde die Regenbogenfahne anlässlich des Christopher Street Days (CSD) vor dem Polizeipräsidium gehisst. Auch aus der Polizei selber habe es dazu damals viel Kritik gegeben, räumte Klingberg ein. Das habe sich aber gebessert.

Die Polizei hatte das Hissen der Flagge am Donnerstag mit mehreren Fotos in sozialen Netzwerken bekannt gemacht. Viele Kommentare begrüßten die symbolische Aktion, überwiegend gab es jedoch kritische Reaktionen sowie auch aggressive und queerfeindliche Beschimpfungen. (cw/dpa)

-w-