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- 20. Juli 2026, 16:58h 2 Min.

Tennisspielerinnen müssen künftig einen einmaligen Gentest absolvieren, um auf der Damentour starten zu dürfen. Das bestätigte die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen WTA der Deutschen Presse-Agentur und verwies auf ihre aktualisierten Teilnahmebedingungen.
"Die WTA ist sich bewusst, dass es sich hierbei um ein sensibles und komplexes Thema handelt und verpflichtet sich, alle Spielerinnen mit Würde zu behandeln und die Richtlinie auf respektvolle und umsichtige Weise umzusetzen", hieß es in der Mitteilung. Vergleichbare Tests haben auch andere internationale Sportverbände, etwa in der Leichtathletik und im Boxen, bereits eingeführt.
Tests per Wangenabstrich, Blut- oder Speichelprobe
Die Teilnahmeberechtigung für WTA-Turniere wird künftig durch ein verpflichtendes, einmaliges Screening auf das SRY-Gen nachgewiesen. Dabei wird untersucht, ob das auf dem Y-Chromosom liegende Gen vorhanden ist, das eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale spielt. Der Gentest kann entweder per Wangenabstrich oder anhand einer Blut- beziehungsweise Speichelprobe durchgeführt werden.
Die neue Richtlinie tritt an diesem Dienstag in Kraft. Bisher durften trans Frauen an WTA-Turnieren teilnehmen, sofern sie ihr Geschlecht als weiblich angegeben und über einen Zeitraum von zwei Jahren vor dem Wettkampf einen gesenkten Testosteronspiegel aufrechterhielten. Derzeit sind keine trans Frauen bekannt, die auf der WTA-Tour aktiv sind.
Trump-Regierung löste Trans-Panik aus
Die WTA folgt damit der Linie des Internationalen Olympischen Komitees (queer.de berichtete). Auslöser war insbesondere der Regierungswechsel Anfang 2025 in den USA, wodurch transfeindliche Narrative insbesondere im Sport an Gewicht gewonnen haben. Die Trump-Regierung machte Druck auf Sportverbände, trans Menschen nicht mehr zu akzeptieren.
Das Trans-Verbot ist eine politische Entscheidung gegen die Akzeptanz von trans Menschen, da wissenschaftliche Studien gehen bislang davon ausgehen, dass trans Frauen keinen generellen Vorteil gegenüber cisgeschlechtlichen Frauen haben (queer.de berichtete). (dpa/cw)













