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Queerfeindlichkeit
Demos gegen CSD in Berlin und Plauen angemeldet
Gegen CSDs sind weitere Demonstrationen gegen queere Menschen geplant. In Berlin wird diese von notorischen Neonazis organisiert, gegen die bereits wegen Volksverhetzung ermittelt wird.

Teilnehemde des CSD Eberswalde (Bild: IMAGO / Emmanuele Contini)
- 21. Juli 2026, 12:18h 2 Min.
Bei den CSD-Demos in Berlin und im sächsischen Plauen sind Gegendemonstrationen angemeldet worden. So wollen Neonazis am Samstag laut "taz" gegen den Hauptstadt-Pride unter dem Motto "Nein zum CSD – Schluss mit den Gendern – Es gibt nur zwei Geschlechter, Mann und Frau" protestieren. Angemeldet seien 100 Teilnehmende.
Wie der "Tagesspiegel" berichtet, steckten hinter der Gegendemo die rechtsextremen Jugendgruppen "Jägertrupp" und "Deutsche Patrioten Voran". Diese Organisationen hätten dieses Jahr bereits gegen Pride-Veranstaltungen in den brandenburgischen Städten Frankfurt (Oder), Eberswalde und Müncheberg protestiert.
Ermittlungen wegen Volksverhetzung
In Frankfurt habe die Polizei Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen eine Redner auf der vom "Jägertrupp" veranstalten Gegendemo eingeleitet. Dieser hatte behauptet, es sei eine Tatsache, dass HIV "die Krankheit der Schwulen und [N-Wort] war und ist". In Eberswalde demonstrierten rund 50 Neonazis (queer.de berichtete). In Müncheberg sorgte die Teilnahme der AfD in der Neonazi-Demo für Aufregung (queer.de berichtete).
Schon in den vergangenen Jahren gab es Neonazi-Proteste gegen den CSD in Berlin, die aber wegen geringer Beteiligung kaum auffielen. Bei einer Gegendemonstration "gegen den CSD-Terror" versammelten sich letztes am Schöneberger Ufer nach Angaben der Polizei etwa nur 30 bis 50 Personen (queer.de berichtete). Dem standen Hunderttausende CSD-Demonstrierende gegenüber.
Auch Gegendemo in Plauen
Auch im sächsischen Plauen (Vogtlandkreis) wurde laut der "Freien Presse" (Bezahlartikel) dieses Jahr eine Demo gegen den CSD am 15. August angemeldet – für 20 bis 100 Menschen.
Die Polizei erklärte, dass es die üblichen Auflagen geben würde, etwa ein Alkoholverbot oder ein Hunde-Mitführverbot. Weitere Auflagen würden von der Gefahrenprognose abhängig gemacht. Die Polizei arbeite daran, dass sich beide Demos möglichst wenig gegenseitig beeinträchtigten. Sollten Gefahren von Protestierenden ausgehen, "wird dies konsequent vor Ort unterbunden und geahndet". (dk)
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