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USA

Hunter Biden warnt vor "ungeouteter Homo­sexuellen-Mafia" bei den Republikanern

Der Sohn des Ex-Präsidenten Joe Biden glaubt, viele Republikaner sind so fies, weil sie heimlich schwul sind. Dieser "innere Konflikt" führe bei ihnen zu einer Verbitterung, die sie den Rest der Welt spüren ließen.


Hunter Biden macht sich Sorgen um wütende Schrankschwestern in der Trump-Bewegung (Bild: Youtube)

Der amerikanische Wirtschaftslobbyist Hunter Biden hat in einer am Wochenende veröffentlichten Podcast-Folge von "I've Had It" die Republikaner wegen Heuchelei attackiert. Der 56-Jährige erklärte, mächtige republikanische Männer, die ihre Homosexualität vor der Öffentlichkeit versteckten, würden die Wut über ihr eigenes, heimliches Leben an anderen auslassen.

Hunter Biden ist der Sohn von Ex-Präsident Joe Biden, der von 2009 bis 2017 US-Vizepräsident unter Barack Obama war, bevor er zwischen 2021 bis 2025 selbst das höchste Amt der Vereinigten Staaten inne hatte. Hunter dient seit Jahren für viele Republikaner als Sündenbock, unter anderem wegen angeblich illegalen Auslandsgeschäften und seiner früheren Drogenabhängigkeit.

Das größte Problem in Washington, D.C., so Hunter Biden im "I've Had It", sei "nicht die Oligarchie, sondern die Closetokratie, wie ich sie nenne". Mit dem Wort "Closetocracy" bezieht er sich auf die englische Redewendung "In the closet" (im Schrank sein), was bedeutet, dass eine Person ungeoutet ist bzw. ihre sexuelle Orientierung geheim hält.

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"Jeder weiß, dass es diese ungeoutete Homosexuellen-Mafia gibt – größtenteils Republikaner -, die in Washington, D.C. existiert, und jeder kennt ausnahmslos jeden Einzelnen von ihnen, der schwul ist", so Biden weiter. "Der einzige Grund, warum das relevant ist, liegt meiner Meinung nach darin, dass dieser innere Konflikt so viel Verbitterung in einer Person erzeugt, dass sie sie an der restlichen Welt auslässt – und das tun sie."

Biden: Versteckt lebende Schwule tragen "dunklen Ballast in sich"

Er fuhr fort: "Ihr ganzes Leben lang haben sie im Verborgenen gelebt, und so trägt man diesen dunklen Ballast in sich, dieses wie verkohlte Herz wegen der Tatsache, dass man nicht der sein kann, der man sein möchte. Also lässt man es an allen anderen aus. Und diese Männer – größtenteils Männer – haben genau das getan, und jeder weiß, wer sie sind."

Direktlink | Biden spricht bei Minute 32 über "Closetocracy" und bei Minute 36:30 über die "Gay Mafia"
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Moderatorin Jennifer Welch nannte dann den kürzlich verstorbenen 71-jährigen Senator Lindsey Graham als Beispiel, woraufhin Biden antwortete: "Ja, natürlich!" Trump-Freund Graham war Zeit seines Lebens Junggeselle, über seine sexuelle Orientierung wurde jahrelang spekuliert. Graham engagierte sich auch stets gegen queere Rechte – etwa für die Beibehaltung des Homosexuellenverbots im Militär, gegen die Ehe für alle und gegen Diskriminierungsschutz für queere Menschen.

Welch "outete" auch den mächtigen Chef des Repräsentantenhauses, den ebenfalls queerfeindlichen Republikaner Mike Johnson. Sie sprach dabei von "Little Moses Mike 'Grindr' Johnson". Hintergrund ist, dass kürzlich eine Person behauptet hatte, Screenshots von Johnsons Grindr-Konto zu besitzen. Außerdem hatte Johnson sich selbst 2023 mit dem biblischen Moses verglichen – er erklärte damals, Gott habe ihn in einer Krise als eine Art "neuen Moses" berufen, um die republikanische Fraktion und das Land zu führen.

Die Republikaner hatten während der Regierungszeit von Joe Biden oft polemisch Hunter Biden kritisiert. Anlass waren unter anderem hochdotierte Auslandsgeschäfte, etwa in der Ukraine und China, sowie seine Drogenprobleme. Ziel der Republikaner war es, seinen Vater für die Verfehlungen des Sohnes verantwortlich zu machen, um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Joe Biden zu rechtfertigen. Dabei handelte es sich offenbar um Rache, weil die Demokraten zuvor zwei Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump eingeleitet hatten – wegen Machtmissbrauchs und Anstiftung zum Aufruhr.

Imagewechsel von Hunter Biden

Hunter Biden hatte in den letzten Monaten einen Imagewechsel vollzogen und sich zu einer beliebten Internet-Persönlichkeit entwickelt. Auf Social Media reagierte er etwa auf fragwürdige Ausssagen von Politiker*innen und Trollen mit trockenem Humor und Ironie, was ihm viele Fans einbrachte. Außerdem berichtete er ehrlich über seine frühere Drogenabhängigkeit und gab Tipps zur Suchtbewältigung.

Direktlink | Australische Doku über die republikanischen Attacken auf Hunter und Joe Biden
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Bereits letzte Woche hatte sich eine offen lesbische Kongressabgeordnete der Demokraten über die Männlichkeitsrituale von Verteidigungsminister Pete Hegseth lustig gemacht. Hegseth, so Becca Balint, sei eine Verkörperung des schwulen Künstlers Tom of Finland (queer.de berichtete). (dk)

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