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Nach CSD-Anschlag: Redmann will Gefährdern Führerschein entziehen

27.07, 21:49h

Mahnwache in Potsdam: Rechter Streamer beschimpft Teilnehmende als "Regenbogenfaschisten"


Bild: IMAGO / Martin Müller

Nach dem Terroranschlag am Rande des CSD in Berlin haben auch in Potsdam hunderte Menschen der Opfer gedacht. Die Polizei sprach am Abend von etwa 500 Teilnehmenden. Etliche von ihnen legten Blumen an einem riesigen Banner vor der Nikolaikirche ab. Auch Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) und Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) waren unter den Teilnehmern.

Die Polizei meldete einen Zwischenfall mit einem Störer: Einsatzkräfte trennten einen AfD-nahen YouTuber von anderen Teilnehmenden der Versammlung. Zwischen ihm und Demonstrant*innen war es zuvor zu einem Wortgefecht gekommen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Weil der YouTuber provoziert habe, sei die Polizei dazwischen gegangen und habe den Mann weggeführt. Menschen in der Versammlung riefen "Nazis raus". Der Mann konnte aber weiterhin aus der Ferne an der Versammlung teilnehmen.


Brandenburgs Sozialminister René Wilke (l.) erklärte Streamer "Björn Banane", er habe sich "respektlos" und "übergriffig" verhalten (Bild: Screenshot Youtube)

Soweit ein Agenturtext der dpa mit Verweis auf die Polizei. Das Livestream-Video des Mannes, "Björn Banane", zeigt ihn unter anderem in einer über 30-minütigen Tirade gegen die Polizist*innen und enthält (bei ca. 1h15min, auf Verlinkung wird verzichtet) Szenen, wie er auf Rufe wie "Nazis raus" und "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda" aus der Polizeiabtrennung heraus ebenfalls "Nazis raus" in Richtung der Kundgebungsteilnehmenden skandiert. In seiner "Presse"-Jacke schrie er weiter: "Ihr seid die Nazis. Wo wart ihr denn in Stade? Ihr Faschisten. Ihr Regenbogenfaschisten."

Nach der Versammlung konnte sich der Streamer freier bewegen, deutete etwa (ca. 1h45min) mit einem Finger auf eine Gruppe junger Frauen mit Kinderwagen: "Das sind keine Demokraten, das sind Linke, Grüne". Als sich ihm Menschen in den Weg stellten reagierte er auf die Aussage "die Kinder werden nicht gefilmt" mit: "Bringen sie die Kinder doch nicht auf so ne perverse Versammlung". Er benutzte den Begriff danach noch mehrfach.

Hinter dem Namen "Björn Banane" steht der frühere Ballermann-Musiker Björn Winter, der durch die Querdenken-Bewegung bekannter wurde. 2024 versuchte er auf einer Bühne des rechtsextremen Magazins "Compact", eine Regenbogenflagge anzuzünden (queer.de berichtete). (nb/dpa)


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