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Live-Blog
Nach CSD-Anschlag: Redmann will Gefährdern Führerschein entziehen
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann plant, Gefährdern das Mieten von Fahrzeugen zu erschweren. Am Tatort soll eine Regenbogenbank aufgestellt werden. Letzte Reaktionen und Entwicklungen zum islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD im Live-Blog.

Am Tag nach dem Anschlag wurde das Brandenburger Tor in Regenbogenfarben angestrahlt (Bild: Orator / wikipedia)
- 26. Juli 2026, 10:05h
Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hat mindestens einen Menschen getötet. Über 20 weitere Menschen wurden nach Angaben von Polizei und Feuerwehr am Samstagabend im Tiergarten verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich (queer.de berichtete). Abdul Ballout, der mutmaßliche Täter, wurde am frühen Sonntagabend von der Berliner Polizei erschossen. Er soll Anhänger der Terrororganisation IS gewesen sein.
Die Community reagierte geschockt – und mit dutzenden Mahnwachen und weiteren Veranstaltungen in ganz Deutschland, die wir in dieser Terminübersicht bündeln.
In diesem Live-Blog berichten wir über weitere Reaktionen und neue Entwicklungen in dem Fall. Reaktionen und mehr gibt es auch in unserer Presseschau. (mize/dpa/AFP/spot)
Live-Ticker (abgeschlossen, )
Fehlende Worte: Moderatorin nach Attacke auf CSD fassungslos

Ricarda Hofmann (Bild: CSD Berlin)
Tagsüber führte sie noch durch das Programm des Christopher Street Days in Berlin, in der Nacht herrschte bei ihr angesichts der Attacke Fassungslosigkeit: "Gerade fehlen mir eigentlich die Worte", schrieb Moderatorin Ricarda Hofmann auf Instagram. "Was heute passiert ist, hat etwas in mir verändert."
Hofmann hatte am Samstag das Hauptprogramm beim CSD am Brandenburger Tor moderiert. In der Nähe des Potsdamer Platzes fuhr später am Abend ein Autofahrer am Tiergarten in eine Menschenmenge.
"Ich war heute beim CSD", schrieb Hofmann weiter in ihrem Post. "Nicht nur als Moderatorin, sondern als Teil einer Community, die zusammenkommt, um sichtbar zu sein. Um Liebe zu feiern. Um füreinander einzustehen."
Bodo Ramelow: "Es ist ein Anschlag auf eine offene Welt"

Bodo Ramelow (Bild: Deutscher Bundestag / Inga Haar)
Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) bezeichnete die Attacke auf den Berliner CSD als "Anschlag auf eine offene Welt". In einer von seinem Büro verbreiteten Stellungnahme heißt es weiter: "Meine Anteilnahme gilt den Angehörigen des getöteten Menschen. Mein Wunsch ist eine gute und schnelle Genesung aller Verletzten. Meine Gedanken sind bei allen Menschen, die diese schreckliche Tat erleben mussten, denn diese bitteren Spuren werden bleiben. 'Haltung ist Hot', das bleibt eine Aufforderung, aktiv zu sein gegen Intoleranz und Gewalt. Der Regenbogen ist ein starkes Symbol für Freiheit und der CSD ist Ausdruck der Vielfalt! Lasst uns zusammen trauern und zusammenstehen gegen Hass und Gewalt!"
Pantisano: "Für die queere Community ist das ein großer Trauertag"

Alfonso Pantisano (Bild: privat)
In einem Instagram-Post sprach der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (SPD) von einem "großen Trauertag" für die queere Community. "Der gestrige Tag hätte ein Tag der Freude, der Sichtbarkeit und der Freiheit sein sollen. Stattdessen ist er zu einem Tag geworden, den wir niemals vergessen werden."
An die Community gerichtet, schrieb Pantisano: "Ich weiß, dass viele von euch jetzt Angst haben. Ich will euch nichts vormachen – ich habe sie auch. Aber mit dieser Angst, mit eurer Trauer und eurer Wut seid ihr nicht allein. Redet miteinander. Haltet einander fest. Und wenn das Erlebte zu schwer wird, um es allein zu tragen: Der Berliner Krisendienst ist rund um die Uhr für euch, für uns da. Passt bitte gut aufeinander auf."
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