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Hamburger Polizei sucht Zeug*innen

Männer greifen queere Frau nach dem Hamburger CSD an

Kurz nach dem Hamburger CSD mit rund 300.000 Teilnehmenden wird eine queere 30-Jährige angegriffen. Der Staatsschutz prüft den Verdacht auf Hasskriminalität.


Die Hamburger Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe (Bild: René Mentschke / flickr)

Drei junge Männer haben nur Stunden nach dem Ende der Hamburger CSD-Demo eine queere Frau angegriffen. Die drei 20 bis Mitte 20 Jahre alten Männer brachten die 30-Jährige in der Nacht zu Sonntag im Stadtteil St. Pauli zu Fall, einer sprang ihr dann auf die Beine, wie die Polizei mitteilte. Dabei sei die Frau leicht verletzt worden. Der für Hasskriminalität zuständige Staatsschutz habe die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung sowie der gefährlichen Körperverletzung übernommen.

Den Ermittlungen zufolge war es vor dem Angriff vor einer Szene-Bar in der Talstraße zunächst zu Streitigkeiten zwischen einer Frau und den drei Männern gekommen, nachdem diese die Frau belästigt hatten. Als daraufhin die 30-Jährige der Frau zu Hilfe gekommen sei, habe das Trio sie erst bedroht, die Flüchtende dann verfolgt und schließlich in der Simon-von-Utrecht-Straße angegriffen.

Die Polizei bittet Zeug*innen, die Angaben zur Tat machen können, sich unter (040) 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. Auch die Frau, die vor der Bar in der Talstraße in die ersten Streitigkeiten involviert war, wird gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Erst am Samstagnachmittag hatten sich in Hamburg rund 300.000 Menschen am Hamburger Christopher Street Day beteiligt (queer.de berichtete). Mit 60 Lastwagen als fahrende Bühnen von Unternehmen, Vereinen, Parteien und evangelischer Kirche bewegte sich der Umzug der queeren Community durch den Stadtteil St. Georg in Richtung Innenstadt. Das Motto der bislang größten CSD-Demo in der Hansestadt lautete: "Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!".

Eine Woche vor Hamburger CSD: Angriff auf Berliner CSD

Eine Woche vor dem Hamburger CSD hatte der islamistische Attentäter Abdul Ballout beim Berliner CSD mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert (queer.de berichtete). Eine Frau aus Polen starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der 21-Jährige war am Tag danach bei einem Polizeieinsatz zu einer Festnahme erschossen worden. (dpa/cw)

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