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Ehe ist "unheilbar zerrüttet"

Brittney Griner lässt sich scheiden

Monatelang bewegte das Schicksal von Brittney Griner die Weltöffentlichkeit, als sie von Russland nach dem Start des Angriffskriegs gegen die Ukraine als Geisel gehalten wurde. Nun lässt sich die 35-Jährige scheiden.


Am 26. Juni schien die Welt noch in Ordnung: Brittney Griner (im Trikot) mit ihrem Sohn und ihrer Ehefrau Cherelle nach einem WNBA-Spiel zwischen ihrem Team Connecticut Sun und den Washington Mystics (Bild: IMAGO / Newscom World)

Die amerikanische Basketballspielerin Brittney Griner (35) hat die Scheidung von ihrer Ehefrau Cherelle Griner (33) eingereicht. Das geht aus Gerichtsunterlagen des Fulton County im US-Bundesstaat Georgia hervor, aus der US-Medien zitieren. Die Papiere sollen Ende Juli 2026 an ein Gericht im US-Bundesstaat Georgia übergeben worden sein.

Als Trennungsdatum wird in den Dokumenten der 24. Juli angegeben. Griner führt in dem Antrag an, die Ehe sei "unheilbar zerrüttet". Das Paar hat einen gemeinsamen zweijährigen Sohn. Griner strebt an, dass sich beide Frauen das Sorgerecht teilen.

Brittney und Cherelle Griner hatten sich während ihres Studiums an der Baylor University im texanischen Waco kennengelernt. Die beiden Frauen sind seit Juni 2019 verheiratet. Öffentliche Stellungnahmen der beiden Frauen zu den genauen Hintergründen der Trennung liegen bislang nicht vor.

Griner war neun Monate lang Geisel des Putin-Regimes

Brittney Griner gehörte jahrelang zu den besten Basketballspielerinnen der Welt und holte mit dem amerikanischen Basketballteam insgesamt drei olympische Goldmedaillen. Für internationale Schlagzeilen sorgte ihre Verhaftung Anfang März 2022 in Russland – angeblich wegen Haschisch-Öl, das ihr in den USA von einem Arzt verschrieben worden war und das sie – eigenen Angaben zufolge – aus Versehen bei ihrem Flug nach Moskau mitgenommen habe (queer.de berichtete). In Russland ist die Medizin grundsätzlich illegal. Griner spielte damals für den russischen Verein UGMK Jekaterinburg.

Im August 2022 wurde sie deswegen zu neun Jahren Haft verurteilt (queer.de berichtete). Das russische Regime ließ sie dann im Dezember 2022 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen – Moskau konnte damit die Freilassung eines notorischen Waffenhändlers erpressen (queer.de berichtete).

Die amerikanische Regierung unter Präsident Joe Biden betrachtete Griners Inhaftierung als Geiselnahme durch das russische Regime. Griner war kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine festgenommen worden. Auch dass sie offen lesbisch und schwarz ist, könnte laut Beobachter*innen zu ihrer Festnahme beigetragen haben. So hat das russische Regime nach dem Beginn des Angriffskriegs die Repressionen gegen queere Menschen verschärft, außerdem behandelt die russische Justiz laut Menschenrechtsberichten schwarze Menschen schlechter als andere. (dk)

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