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Polizei sucht Zeug*innen
Queerfeindliche Attacke mit Pfefferspray in München
- 6. August 2026, 06:09h 2 Min.
Zwei junge Menschen sind am Sonntagabend im Münchner Glockenbachviertel zunächst queerfeindlich beleidigt und anschließend mit Pfefferspray angegriffen worden. Das teilte die Polizei München am Mittwoch mit.
Die Betroffenen – eine 19-jährige Person aus dem Landkreis Miesbach und eine 20-jährige Person aus München – hätten sich gegen 22:15 Uhr auf einer Parkbank am Stephansplatz aufgehalten, als sie ein bislang unbekannter Mann ansprach und ihnen Drogen anbot. Als sie ablehnten, sei er zu einer Gruppe aus vier weiteren Männern und einer Frau zurückgekehrt.
Aus dieser Gruppe heraus seien die beiden dann laut Polizei "mehrfach verbal mit abwertenden homo- und transphoben Begriffen beleidigt" worden. Als sie sich daraufhin entfernten, sei ihnen eine Person aus der Gruppe gefolgt und habe sie mit Pfefferspray besprüht. Beide seien dadurch leicht verletzt worden. Sie reinigten sich anschließend in einem nahegelegenen Lokal, eine medizinische Behandlung nahmen sie nicht in Anspruch.
Die Betroffenen erstatteten den Angaben zufolge erst am Folgetag Anzeige bei einer Münchner Polizeiinspektion. Das Kommissariat 44 ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.
Der mutmaßliche Haupttäter wird im Polizeibericht als etwa 20 Jahre alt, rund 180 Zentimeter groß und von mitteleuropäischem Typ beschrieben; er habe T-Shirt und kurze Hose getragen.
Die Polizei bittet um Hinweise von Zeug*innen, die im Bereich Stephansplatz und Thalkirchner Straße im genannten Zeitraum Beobachtungen gemacht haben. Diese können sich unter der Telefonnummer (089) 2910-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. (cw)















