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Berlin
Ahornbaum und Regenbogenbank erinnern an Terror beim CSD
Nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days lädt ein neuer Gedenkort im Berliner Tiergarten zum Innehalten ein. Was es mit einem Baum und einer Bank auf sich hat.

Bei der Eröffnung der Regenbogenbank waren auch Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (2.v.l.) und der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (2.v.r.) anwesend (Bild: IMAGO / epd)
- 6. August 2026, 13:54h 2 Min.
Knapp zwei Wochen nach dem islamistischen Terroranschlag am Rand des Christopher Street Days (CSD) in Berlin gibt es seit Donnerstag einen neuen Gedenkort. Anstelle des Baumes, der infolge des mit einem Auto ausgeführten Anschlags im Tiergarten gefällt werden musste, wurde ein neuer Baum gepflanzt. Daneben ließ das Bezirksamt Mitte eine Bank in Regenbogenfarben aufstellen.
Der neue französische Ahornbaum am Tatort wird durch ein schützendes Metallgitter umfasst, an dem Menschen Karten, Fotos, Blumen und persönliche Botschaften anbringen können, ohne ihn zu beschädigen. Die Bank soll laut Bezirksamt ebenso zum Innehalten und zur stillen Anteilnahme einladen und Solidarität mit der queeren Community zum Ausdruck bringen.
Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) erklärte, dem Bezirk sei wichtig gewesen, den Ort würdig zu gestalten. Man stehe mit der queeren Community in Kontakt, um über eine dauerhafte Gedenkstelle zu sprechen.
Attentäter fährt in Menschenmenge
Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war der islamistische Attentäter Abdul Ballout mit einem Van in eine Menschengruppe gefahren und mit dem Fahrzeug anschließend gegen den Baum geprallt (siehe queer.de-Liveblog). Danach griff der 21-Jährige – vermutlich mit einer Machete – weitere Menschen an, bevor er floh. Eine Frau wurde getötet und 31 Menschen zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter in Berlin-Spandau bei dem Versuch, ihn festzunehmen.
Am Tatort nahe dem Brandenburger Tor hinterließen Menschen nach dem Anschlag an mehreren Stellen Blumen, Kränze, Trauerbekundungen und sonstige Botschaften. Bis heute kommen viele Menschen in den Tiergarten, um den Anschlag zu verarbeiten und der Opfer zu gedenken. (dpa/cw)













