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Preisträgerinnen bekanntgegeben

Waltraud-Schiffels-Preis 2026 geht an Nadja Schallenberg und Saeleen Bouvar

Der Waltraud-Schiffels-Preis für herausragendes Engagement aus der trans Community wird dieses Jahr zum fünften Mal vergeben. Gewinnerinnen sind eine Menschenrechtsaktivistin und eine Künstlerin.


Nadja Schallenberg (li.) und Saeleen Bouvar werden dieses Jahr mit dem Waltraud-Schiffels-Preis ausgezeichnet (Bilder: Hannchen-Mehrzweck-Stiftung / Frederik Busch)

Die Berliner Menschenrechtsaktivistin Nadja Schallenberg und die Hamburger Künstlerin Saeleen Bouvar sind die diesjährigen Preisträgerinnen des Waltraud-Schiffels-Preises. Das gab die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung diese Woche bekannt. Schallenberg erhält den Ehrenpreis für ein transaktivistisches Lebenswerk. Bouvar wird mit dem mit 1.000 Euro dotierten Waltraud-Schiffels-Preis für ein herausragendes Projekt aus trans Communitys ausgezeichnet.

"Nadja Schallenberg gehört zu den Pionierinnen der transpolitischen Bewegung in Deutschland", so begründete die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung die Auszeichnung. "Ihr Engagement begann zu einer Zeit, in der trans Menschen kaum über öffentliche Räume, Beratungsangebote oder selbstorganisierte Strukturen verfügten. Bereits in der DDR baute sie eine der ersten Interessen- und Selbsthilfegruppen für trans* Menschen auf und wurde zu einer öffentlich wahrnehmbaren trans* Bürgerrechtlerin."

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Saeleen Bouvar wird für ihre langjährige Arbeit "an der Schnittstelle von elektronischer Musik, trans* Kultur, Communityarbeit und Erinnerungspolitik" geehrt. Die Stiftung erklärte: "Ihr besonderes Engagement gilt migrantischen und transfemininen Künstler*innen sowie Menschen, deren Arbeit und Wissen in der Musikindustrie, in Kulturinstitutionen und auch innerhalb queerer Öffentlichkeiten häufig unsichtbar bleiben."

Der Schiffels-Preis wird seit 2022 von der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung vergeben. Er ist nach Dr. Waltraud Schiffels (1944 -2021) benannt, einer Schriftstellerin und Germanistin. Ihr literarisches Schaffen nutzte sie auch, um Sichtbarkeit für das Thema Transgeschlechtlichkeit herzustellen. (cw)

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