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Berlin
Polizei beendet Hilfsangebot am CSD-Anschlagsort
Immer wieder kommen Menschen zum Tatort. Trauern, halten inne, legen Blumen oder Botschaften ab. Manche nutzen Hilfsangebote vor Ort. Langsam soll dort ein Stück Alltag zurückkehren.

Am Donnerstag wurde am Tatort ein neuer Baum gepflanzt und eine Regenbogenbank aufgestellt (Bild: IMAGO / dts Nachrichtenagentur)
- 8. August 2026, 06:33h 2 Min.
Knapp zwei Wochen nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD beendet die Polizei ihr Betreuungsangebot vor Ort. Die mobile Wache am Anschlagsort im Großen Tiergarten wurde am Freitag um 18 Uhr eingestellt, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage mitteilte. Danach seien Beamt*innen aber weiterhin als Streife im Park unterwegs.
In den vergangenen Tagen konnten sich Menschen, die Unterstützung suchten oder reden wollten, jederzeit vor Ort an Polizist*innen wenden. Seit dem 27. Juli nutzten etwa 280 Menschen diese Möglichkeit, wie es hieß.
Die Polizei stand in unmittelbarer Nähe zum Tatort nahe dem Brandenburger Tor, wo Menschen nach dem Anschlag an mehreren Stellen Blumen, Kränze, Trauerbekundungen und sonstige Botschaften hinterließen.
Neuer Gedenkort
"Es gab viele Trauernde sowie Zeug*innen, die noch einmal zum Tatort gekommen sind. Zudem Menschen, die gesagt haben: 'Ich war genau eine Stunde vorher hier.' Auch das macht etwas mit ihnen", sagte Uta Bolze vom Team der Notfallseelsorge/Krisenintervention Berlin dem "Tagesspiegel"
Seit Donnerstag gibt es dort einen neuen Gedenkort. Anstelle des Baumes, der infolge des mit einem Auto ausgeführten Anschlags im Tiergarten gefällt werden musste, wurde ein neuer Baum gepflanzt. Daneben ließ das Bezirksamt Mitte eine Bank in Regenbogenfarben aufstellen (queer.de berichtete).
Eine Frau getötet, viele Verletzte
Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war der islamistisch motivierte Attentäter im Tiergarten mit einem Van in eine Menschengruppe gefahren und mit dem Fahrzeug anschließend gegen einen Baum geprallt. Danach griff der 21 Jahre alte Islamist – vermutlich mit einer Machete – weitere Menschen an, bevor er floh. Eine Frau wurde getötet und 31 Menschen zum Teil schwer verletzt.
Der Attentäter wurde am Tag nach dem Anschlag von Polizisten in Berlin erschossen, als die Beamt*innen ihn festnehmen wollten. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen zu den Hintergründen des Anschlags übernommen.
Rund 460 Hinweise
Ein Hinweisportal der Berliner Polizei, bei dem mögliche Zeug*innen Hinweise in Form von selbst aufgenommenen Fotos oder Videos zum Tatgeschehen geben konnte, wurde am Mittwoch geschlossen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin gingen dort rund 460 Hinweise ein. Details dazu nannte sie nicht. (dpa/cw)
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