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Ratgeber

Ruth Moschner rechnet mit der Selbstoptimierung ab

Statt einer weiteren Anleitung zur Selbstverbesserung liefert TV-Moderatorin Ruth Moschner mit ihrem neuen Buch "Fuck-it-List" eine Einladung zum Loslassen.


Ruth Moschner ist eine der bekanntesten und schlagfertigsten Moderatorinnen Deutschlands (Bild: Verlagsgruppe Droemer Knaur/Bernd Jaworek)

Kaum jemand kommt an ihr vorbei, dieser unsichtbaren Liste voller Ansprüche an Körper, Karriere und Privatleben. Ruth Moschner, bekannt aus Shows wie "The Masked Singer" und "Grill den Henssler", widmet sich in ihrem neuen Buch genau diesem Druck. Statt einer weiteren Anleitung zur Selbstverbesserung liefert sie mit der "Fuck-it-List" eine Einladung zum Loslassen.

Prominente Stimmen und persönliche Einblicke


"Die Fuck-it-List-Challenge" ist als Taschenbuch und E-Book erschienen

Moschner fragt darin, wer sich eigentlich all die widersprüchlichen Regeln ausgedacht hat: aufregende Hobbys, aber bitte mit Tiefgang. Ein straffer Körper, aber nicht zu sportlich, sonst wirkt es unsympathisch. Perfekte Beziehungen, natürlich mit Eheversprechen. Weibliche Lust, möglichst nach vorgegebenem Maß. Kinder, mindestens zwei. Me Time, aber nicht zu viel, sonst gilt man als egoistisch. Dazu Leistung als Lebenssinn, garniert mit Achtsamkeit und Streuselkuchen an Feiertagen.

Für ihr Buch hat Moschner mit Expert*­innen und Prominenten über Liebe, Familie, Geld und Karriere gesprochen. Ergänzt werden diese Gespräche durch Einblicke in ihr eigenes Leben und ihre persönlichen Fuck it Momente. Fragen wie jene, warum der Arbeitsalltag oft erst ein teures Wellnessretreat notwendig macht oder weshalb bestimmte Outfits ab einem gewissen Alter angeblich tabu sind, ziehen sich durch das Buch. Auch die gesellschaftliche Skepsis gegenüber selbstbestimmt lebenden Singlefrauen thematisiert Moschner kritisch.

Ihr Ziel ist es, gesellschaftliche Zwänge sichtbar zu machen und toxische Glaubenssätze zu entlarven. Die "Fuck-it-List" (Amazon-Affiliate-Link ) versteht sich als Ermutigung, Raum für ein selbstbestimmtes Leben jenseits vorgegebener Normen zu schaffen, ein Anliegen, das weit über klassische Rollenbilder hinausreicht und auch queere Lebensentwürfe einschließt, die sich ohnehin selten in solchen gesellschaftlichen Erwartungslisten wiederfinden. (dd/pm)

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