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Enthüllungen bei "Dschungel Divas"

Jessica Delion: Vater verstieß sie aus Transphobie

Im Sat.1-Format "Dschungel Divas" berichtet Jessica Delion von der abweisenden Reaktion ihres Vaters nach ihrem Coming-out – und spricht auch über ihre "Designer-Vagina".


Jessica Delion erzählt bei den "Dschungel Divas" von ihrem Leben (Bild: Joyn / Rico Güttich)

Die Realitykandidatin Jessica Delion hat in der am Montag auf Sat.1 ausgestrahlten zweiten Folge der neuen Serie "Dschungel Divas – Luxus hat seinen Preis" von der traumatischen Ablehnung ihrer Transgeschlechtlichkeit durch ihren Vater erzählt. Im Gespräch mit den Realitysternchen Micaela Schäfer und Pinar Sevim, die ebenfalls in der Realityserie um das Preisgeld von 200.000 Euro kämpfen, erzählte sie offen über ihre Geschlechtsidentität.

So erklärte die 25-jährige Deutsch-Polin, dass sie sich "eigentlich schon immer" als Frau gefühlt habe. Mit zwölf habe sie sich gegenüber ihrer Mutter geoutet, die sie liebevoll unterstützt habe. Anders ihr Vater: "Mein Papa hat's nicht akzeptiert. Ich hab auch keinen Kontakt mehr mit meinem Papa", sagte sie. Diese Ablehnung traumatisiere sie bis heute.

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Vater brach Beziehung via SMS ab

Die Abfuhr sei eiskalt erfolgt: "Er hat mir nur 'ne SMS geschrieben und hat gesagt, ich will nicht, dass du mit mir und meiner neuen Familie was zu tun hast." Delion berichtete, es sei schlimm gewesen, wenn ein Elternteil plötzlich auf diese Art wegfalle.

Später habe ihr Vater sie aufgefordert, seinen Nachnamen abzulegen. Deshalb entschied sie sich für "Delion". Der Name setzt sich lautmalerisch aus dem französischen Begriffen "de" (von/aus) und "Lion" (Löwe) zusammen. Sie hatte bereits zuvor erklärt, sie habe diese Kombination bewusst gewählt, da der Löwe für Stärke, Mut und Unabhängigkeit steht.

Zuletzt habe ihr Vater aber nach zwölf Jahren Funkstille plötzlich wieder versucht, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Sie wisse aber nicht, wie sie darauf reagieren solle: "Ich bin nicht bereit. Sorry, aber du warst 12 Jahre meines Lebens nicht für mich da. Sowas geht nicht. Ich hätte ihn da gebraucht, wo er gegangen ist", sagte sie. Ihre beiden Mitkandidatinnen rieten ihr daraufhin, ihm eine kleine Chance zu geben. Sie erklärte jedoch, dass der Schmerz zu groß sei. Dennoch hätte sie gerne wieder einen Vater: "Es ist zwar mein Papa, ich hab ihn trotzdem noch lieb, egal was passiert ist, und ich würde mir schon wünschen, einen Vater im Leben zu haben, weil den hatte ich nie."

In der Folge berichtete Delion auch von ihrer geschlechtsangleichenden OP – und wie stolz sie auf ihre "Designer-Vagina" sei. "Ja, die Hauptfrage ist natürlich über meine Designer-Vagina, die ich ja auch persönlich sehr liebe und auch superstolz darauf bin, dass ich sie jetzt habe", sagte sie auf das Thema angesprochen. Auch beim Sex sei das wichtig. "Ich weiß nicht, ob ich mein Leben so weiter hätte führen können und auch wollen, so als mein altes Ich. Weil es ist schon schlimm, wenn du deinen Körper hasst", so Delion.

@jessicadelion

ich fande mich früher nie hübsch! ich glaube weil ich einfach nicht der mensch sein konnte, der ich eigentlich sein wollte und heute bin ich um so mehr dankbar eine frau sein zu können und mich zu lieben insta:jessicadelion #transgirl #lgbtq #fürdich #fyp #fy #viral

Originalton – jessicadelion
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Bereits zuvor war ein transfeindlicher Ausbruch gegen Delion in Folge drei der RTL-Realityserie bekanntgeworden: Das frühere Erotik-Model Janina Youssefian (43) hatte die trans Kandidatin im Streit als "Jungen" diffamiert (queer.de berichtete).

Fans der Serie können neue Folgen bereits im Voraus im kostenpflichtigen Bereich des Streamingportals Joyn anschauen. Auf Sat.1 laufen jeweils montags Doppelfolgen. (cw)

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