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Buchtipp
So gelingt der Widerstand gegen repressive Politik
Der neue Sammelband "Diversität unter Beschuss" von Anna Kasten und Josina Monteiro widmet sich Diversitätsprojekten im gegenwärtigen autoritären Zeitalter.

Symbolbild: Wo Vielfalt unter Druck gerät, formiert sich solidarischer Widerstand (Bild: OpenAI)
- 12. August 2026, 10:59h 2 Min.
Diversität zeichnet offene, demokratische und liberale Gesellschaften aus. Gegenwärtig geraten entsprechende Projekte jedoch zunehmend unter Beschuss: Antidiskriminierungsarbeit und Inklusion werden ebenso infrage gestellt wie das Recht auf Asyl und reproduktive Rechte. Rechtspopulistische, nationalistische und ultrakonservative Kräfte gewinnen weltweit an Einfluss – und damit auch hierzulande.
Ihr Ziel ist es, emanzipatorische Errungenschaften zurückzudrängen und die Handlungsspielräume von Aktivist*innen, Sozialarbeiter*innen und zivilgesellschaftlichen Initiativen einzuschränken. Gleichzeitig formieren sich Protest und Widerstand gegen diese repressiven Politiken und Praktiken.
Soziale Arbeit zwischen Anspruch und Kontrolle

"Diversität unter Beschuss" ist als Taschenbuch erschienen
Auch die Soziale Arbeit muss sich immer stärker mit repressiv-autoritären Vorgaben auseinandersetzen. Die Einhaltung fachlicher und ethischer Standards wird erschwert: Finanzierungen werden gekürzt, bestimmten Arbeitsfeldern wird die staatliche Legitimation entzogen. Sozialarbeiter*innen geraten dadurch zunehmend unter Druck, während ihre Profession auf eine Verwaltungs-, Überwachungs- und Kontrollinstanz reduziert zu werden droht.
Der Sammelband "Diversität unter Beschuss" widmet sich Diversitätsprojekten im gegenwärtigen autoritären Zeitalter. Im Mittelpunkt stehen widerständige Praxisformate aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit sowie zivilgesellschaftliche Initiativen. Sie versuchen, die Profession und ihre ethischen und emanzipatorischen Standards gegen die repressive Politik der Gegenwart zu schützen.
"Diversität unter Beschuss" (Amazon-Affiliate-Link ) ist im Münsteraner Unrast Verlag als 342-seitiges Taschenbuch erschienen und kostet 22 Euro. Eine Leseprobe steht auf der Verlagswebsite zur Verfügung.
Anna Kasten ist Professorin für Soziale Arbeit mit den Schwerpunkten Gender und Diversity an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit der Institutionalisierung von Diversität in postsozialistischen Gesellschaften am Beispiel Ostdeutschlands und Polens, mit Digitalisierungsprozessen in sozialen Organisationen sowie mit Feminismen in professionellen Kontexten.
Herausgeberin Josina Monteiro arbeitet seit mehr als 15 Jahren als Sozialarbeiterin in der Migrationssozialarbeit in Thüringen. Im Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit engagiert sie sich für ein diskriminierungssensibles und rassismuskritisches Professionsverständnis. (dd/pm)
Anna Kasten, Josina Monteiro (Hrsg.): Diversität unter Beschuss: Widerständige Praxis im autoritären Zeitalter. 342 Seiten. Unrast Verlag. Münster 2026. Taschenbuch: 22 € (ISBN: 978-3-89771-660-5).
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