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"Genug ist genug"

Fans fordern Ende des Nippel-Verbots im Fußball

Ein Oben-ohne-Jubel sorgt auf dem Rasen noch immer für eine Gelbe Karte. Eine aktuelle Umfrage zeigt nun: Die Mehrheit der Fußballfans wünscht sich die Abschaffung dieser prüden Regel.


Torschütze Andrej Kramaric von der TSG Hoffenheim nahm beim Ligaspiel gegen Stuttgart am 2. Mai eine Gelbe Karte in Kauf – wir danke es ihm! (Bild: IMAGO / Nordphoto)

Seit 2004 dürfen Fußballer auch in der Bundesliga aus Freude über ein erzieltes Tor nicht mehr ihr Trikot ausziehen. Von nun an gab es dafür immer eine Gelbe Karte – egal, wie emotional die Szene aus sein mag. Einige Aufmüpfige zeigen ihre Freude zwar heute noch ihre blanken Nippel, doch die Mehrheit hält sich an die Regel, die viele schwule Fans unglücklich gemacht hat.

Doch nicht nur sie – laut einer aktuellen britischen Studie im Auftrag der Körperhaar-Bekämpfungsfirma Gillette erklärten mehr als drei Viertel der Befragten (76 Prozent), dass Spieler nach einem wichtigen Tor nicht verwarnt werden sollten. 50 Prozent sprachen sich gar dafür ab, dass das Ausziehen des Trikots nach einem Tor überhaupt nicht mehr mit Gelb geahndet werden sollte. Des weiteren sehen 61 Prozent der Fans das Ausziehen des Trikots als die kraftvollste und dramatischste Art, ein späten Siegtreffer zu feiern.

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Zwei Drittel nehmen einem Spieler das Ausziehen trotz Nachteilen nicht übel

Knapp zwei Drittel der eigenen Fans nehmen es jemandem in ihrer Elf nicht übel, wenn sie für einen emotionalen Torjubel eine Gelb-Verwarnung riskieren: Konkret sind 64 Prozent der Befragten glücklich, wenn ein Spieler nach einem entscheidenden Tor das Trikot auszieht, auch wenn er dafür bestraft wird und möglicherweise sein eigenes Team in der Zukunft schwächt.

Auch im Amateurbereich hat die Regel übrigens Konsequenzen: Während 85 Prozent der Befragten die Gelbe Karte im Profibereich kannten, wusste nur gut die Hälfte, dass die Bestimmung auch im Breitensport gilt.

Gillette hat aus diesem Thema sogar eine Kampagne entwickelt, in dem der englische Ex-Fußballprofi Ian Wright als Sprecher dient – und dick aufträgt: "Das Spiel sollte sich um Freiheit, Freude Leidenschaft und Emotionen drehen – wie damals, als ich gespielt habe", erklärte der 62-Jährige in einem Instagram-Video. "Aber sie versuchen heutzutage, es uns – und euch – wegzunehmen. Genug ist genug. Wenn niemand es sonst mehr sagt, dann übernehmen Gillette und ich das: Lasst uns damit aufhören, Menschen zu bestrafen, wenn sie nach einem Tor ihr Hemd ausziehen. Denn darum geht es im Fußball." In einem (durchaus schön anzusehenden) Video wird dabei gezeigt, wie Fußballer ohne Trikot zuerst miteinander jubeln und sich dann die Brust rasieren. (cw)

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