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- 10. November 2006 2 Min.
Kapstadt (queer.de) - Der Innensausschuss des Parlaments hat das Gesetz zur Homo-Ehe durchgewinkt. Die Zustimmung des Plenums gilt als sicher, so dass schwul-lesbische Paare bis spätestens Anfang Dezember heiraten dürfen. Die Politik wurde vom Obersten Gerichtshof zur Ehe-Öffnung gezwungen, da die Post-Apartheid-Verfassung gleiche Rechte auch für sexuelle Minderheiten vorschreibt (queer.de berichtete). Allerdings entschieden sich die Abgeordneten nach langen Debatten dazu, ein neues Gesetz zu beschließen und nicht das Ehe-Gesetz zu ändern. Dem neuen Entwurf nach dürften zwei Personen "eine Ehe oder eine Eingetragene Partnerschaft" eingehen. Die beiden Institutionen, die sowohl von Heteros als auch von Homos eingegangen werden können, unterscheiden sich nur dem Namen nach, Rechte und Pflichten sind gleich. Standesbeamte wären dem Entwurf zufolge nicht gezwungen, Homo-Paare zu trauen, wenn das ihrem "Gewissen, ihrer Religion oder ihrem Glauben" zuwider liefe. Diese Einschränkungen führte zu scharfen Protesten von Homo-Gruppen. "Die Ehe sollte für jeden gleich sein", so Vista Kaupa vom Triangle Project. Sie begrüßte aber, dass auch Homo-Paaren der Begriff "Ehe" gewährt würde. Nach der Einführung des Gesetzes wird eine weitere Klage von Homo-Paaren erwartet, da die Wahlfreiheit der Standesbeamten bei Schwulen und Lesben als verfassungswidrige Diskriminierung interpretiert werden könnte. Südafrika wäre das erste Land auf dem Kontinent, das die Ehe öffnet. Alle Nachbarländer - mit Ausnahme des kleine Lesotho - stelle homosexuelle Handlungen noch unter Strafe. (dk)














