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Feierte auf der Berlinale Premiere

Queeres Drama "Rose" mit Sandra Hüller vertritt Österreich bei den Oscars

Markus Schleinzers Schwarz-Weiß-Drama "Rose" vertritt Österreich bei den kommenden Oscars. Die unabhängige Filmjury der österreichischen Filmbranche kürte das Werk zum offiziellen Beitrag in der Kategorie "Bester internationaler Film".


Sandra Hüller im Historiendrama "Rose" (Bild: Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film, Gerald Kerkletz)

"Rose" geht für Österreich ins Oscar-Rennen. Das gab der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Freitag bekannt. Das queere Schwarz-Weiß-Drama von Markus Schleinzer (53) wurde von einer unabhängigen Jury aus Vertreter*innen der österreichischen Filmbranche als offizieller Beitrag für die Kategorie "Bester internationaler Film" ausgewählt. Im Rennen waren außerdem "Gentle Monster" von Marie Kreutzer (48) und "Vier minus Drei" von Adrian Goiginger (33).

Sandra Hüller für "Rose" bei Berlinale ausgezeichnet

"Rose" hatte bereits Anfang des Jahres bei der Berlinale für Aufmerksamkeit gesorgt: Hauptdarstellerin Sandra Hüller (48) wurde dort mit dem Silbernen Bären für die beste darstellerische Leistung in einer Hauptrolle ausgezeichnet (queer.de berichtete).

Die Jury verwies in ihrer Begründung unter anderem auf die visuelle Kraft des Films. Darin heißt es: "'Rose' ist ein Werk wie aus einem Guss, die poetischen Schwarz-Weiß-Bilder entfalten in ihrer Klarheit eine geradezu betörende Wirkung und enorme visuelle Kraft. Markus Schleinzers herausragende Filmsprache schafft unumstößliche Klarheit und tiefe emotionale Wahrhaftigkeit zugleich."

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Schleinzer: "Bedeutet uns sehr viel"

Filmemacher Schleinzer zeigte sich in einer Erklärung erfreut über die Auswahl für die Academy Awards. "'Rose' hat bereits einen ersten fulminanten Weg genommen. Dass wir diesen Weg nun für Österreich weitergehen dürfen, bedeutet uns sehr viel. Wir werden alles Erdenkliche tun, damit er ungebremst weiterführt und 'Rose' noch viele Menschen auf der Welt erreicht."

Auch Produzent Johannes Schubert reagierte auf die Entscheidung und betonte die Bedeutung der Auswahl für das Filmteam: "Es erfüllt uns mit großer Dankbarkeit, Österreich in diesem herausragenden Filmjahr mit 'Rose' vertreten zu dürfen. Wir sind tief bewegt von der berührenden Resonanz des Publikums, den tiefgründigen und emotionalen Auseinandersetzungen mit dem Film und seiner Thematik sowie den überwältigenden Reaktionen der nationalen wie internationalen Kritik."

Darum geht's in "Rose"

Der Film erzählt die Geschichte eines Soldaten, der während des Dreißigjährigen Krieges in einem abgelegenen protestantischen Dorf auftaucht. Er behauptet, einen verwaisten Gutshof geerbt zu haben und will seinen Anspruch darauf geltend machen. Der misstrauischen Dorfgemeinschaft legt er dafür ein Dokument vor. Der örtliche Großgrundbesitzer (Godehard Giese) gestattet ihm schließlich, Haus und Hof zu übernehmen.

Doch der Soldat ist nicht die Person, für die er sich ausgibt: Hinter der Identität verbirgt sich eine Frau namens Rose (Sandra Hüller), die sich auf diesem Weg ein Leben ermöglichen möchte, das ihr als Frau verwehrt bliebe – trotz der Gefahr, entdeckt zu werden (Filmkritik von Fabian Schäfer).

Direktlink | Offizieller Trailer zum Film
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Oscars 2027 finden im März statt

Die 99. Academy Awards werden am 14. März 2027 im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen. Die Shortlists, die es nur für einen Teil der Kategorien gibt, werden am 15. Dezember 2026 veröffentlicht. Die Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen folgt am 21. Januar 2027. (spot)

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