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Tourismus
ITB-Studie: Akzeptanz queerer Reisender in den USA sinkt deutlich
Eine neue Studie von ITB Berlin, A3M Global Monitoring und Diversity Tourism zeigt: Die wahrgenommene Sicherheit queerer Reisender verändert sich weltweit. Besonders in den USA hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz deutlich verschlechtert.

PR-Foto des Tourismusbüros Visit St. Pete-Clearwater: Lesbisches Paar am Strand in Florida
- 15. August 2026, 19:14h 2 Min.
Die wahrgenommene Sicherheit queerer Reisender hat sich weltweit innerhalb eines Jahres teils deutlich verändert. Das geht aus der zweiten gemeinsamen Studie "LGBTQ+-Reisesicherheit 2026" von Internationaler Tourismus-Börse (ITB) Berlin, A3M Global Monitoring und Diversity Tourism hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. An der Umfrage beteiligten sich nach Angaben der ITB 69 Reiseexpert*innen und Reisende, die ihre Einschätzungen zu 28 Ländern abgaben. Damit liegen inzwischen Bewertungen für insgesamt 46 Länder und Territorien vor.
Besonders deutlich fällt die Veränderung in den USA aus. Der Anteil der Befragten, die zustimmen, dass sich queere Menschen in der Gesellschaft respektvoll behandelt fühlen, sank laut Studie von 35 Prozent im Jahr 2025 auf 17 Prozent im Jahr 2026. Auch der respektvolle Umgang durch die Polizei wurde deutlich schlechter bewertet und ging von 39 Prozent auf 17 Prozent zurück. Gleichzeitig verbesserte sich die Einschätzung zu queeren Safe Spaces: Die Zustimmung, dass eine für queere Tourist*innen zugängliche Szene vorhanden sei, stieg von 61 Prozent im Jahr 2025 auf 83 Prozent im Jahr 2026.
Lob für Kanada, die Niederlande, Spanien und Österreich
Als besonders positiv bewertete Reiseziele nennt die Studie Kanada, die Niederlande, Spanien und Österreich. Kanada und die Niederlande schnitten insgesamt am besten ab, insbesondere beim "respektvollen Umgang mit LGBTQ+-Personen und Paaren" sowie dem Umgang mit Polizei und Behörden.
Auch Deutschland wurde untersucht: Trotz umfangreicher rechtlicher Schutzmechanismen zeigten sich regionale Unterschiede zwischen Großstädten und ländlichen Regionen. Der Anteil der Befragten, die hierzulande Regionen mit erhöhtem Risiko für LGBTI-Reisende sehen, stieg von 65 Prozent im Jahr 2025 auf 71 Prozent im Jahr 2026.
Wachsende digitale Risiken
Die Studie verweist zudem auf wachsende digitale Risiken: Expert*innen berichteten von Fällen, in denen "Dating-Apps oder soziale Netzwerke genutzt werden, um LGBTQ+-Personen gezielt zu täuschen, auszurauben oder anzugreifen" – auch in europäischen Ländern.
Parallel veröffentlichte A3M Global Monitoring die aktualisierte "LGBTQ+ Risk Map 2026". Fortschritte beim Schutz von queeren Menschen verzeichnen demnach unter anderem Kanada, die Niederlande, Österreich, China und Kolumbien. Verschärfungen gab es dagegen etwa in Niger, Senegal, Burkina Faso, Kasachstan und Belarus. (cw)
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