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Filmfest
Locarno: Schwules Liebesdrama gewinnt Spezialpreis der Jury
Die brasilianisch-deutsche Gemeinschaftsproduktion "A Margem do Rio" ("Das Flussufer") wurde beim Filmfestival in Locarno mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Der Goldene Leopard ging an "Nu e locul tau aici" ("Du gehörst nicht hierher").

Szene aus "A Margem do Rio" (Bild: Locarno Film Festival)
- 15. August 2026, 21:32h 2 Min.
Beim diesjährigen Internationalen Filmfestival Locarno geht der Hauptpreis, der Goldene Leopard, an "Nu e locul tau aici" ("Du gehörst nicht hierher") des rumänischen Drehbuchautors und Regisseurs Florin Șerban. Der Spielfilm erzählt von der zerrütteten Beziehung eines alleinerziehenden Vaters zu seinem jugendlichen Sohn. Neben dieser Auszeichnung erhält die Sozialstudie auch eine lobende Erwähnung für den Schauspieler Teodor Butănescu in seiner ersten Hauptrolle als gewaltbereiter, fremdenfeindlicher Sohn.
Auch deutsche Filmschaffende können einen Erfolg vermelden: Die zweitwichtigste Ehrung des Festivals, den Spezialpreis der Jury, gewinnt die brasilianisch-deutsche Gemeinschaftsproduktion "A Margem do Rio" ("Das Flussufer"). Darin beleuchtet das brasilianische Regie-Duo Matheus Farias und Enock Carvalho eine schwule Liebesgeschichte, die von Intoleranz und Gewalt bedroht wird.
"Izaquiel arbeitet als Reinigungskraft in Recife, einer brasilianischen Stadt, die von Flüssen und Mangroven durchzogen ist. Nachts wagt er sich auf gefährliche Weise hinaus, um im Mangrovenwald geheime Begegnungen zu suchen", heißt es über "A Margem do Rio" auf der Homepage des Filmfestivals. "Seine Welt gerät ins Wanken, als er auf Jeremias trifft, einen faszinierenden und charismatischen Fischer. Während gewalttätige Eindringlinge immer näher rücken, führt Jeremias Izaquiel auf eine Reise tief ins Herz der Mangroven." Auf der Homepage ist auch ein Trailer verlinkt.
Weitere Preise
Der Südkoreaner Hong Sang-soo wird für sein Kammerspiel "Nun Dul Dega Eomne" ("Nirgends, da ich meinen Blick ruhen lassen kann") als bester Regisseur ausgezeichnet. In leisen Szenen wird die Schwierigkeit einer Familie reflektiert, offen miteinander umzugehen. Hauptdarstellerin Kim Min-hee wird zudem mit einem der genderneutral vergebenen Preise für eine herausragende Darstellung geehrt.
Einen zweiten Schauspielpreis bekommt die Italienerin Monica Bellucci für ihre Mutterrolle im italienischen Jugenddrama "Ketticè" ("Chaos"). Dazu erhält Xavier Bergeron eine lobende Erwähnung für seine Interpretation eines Todkranken im kanadischen Thriller "Violence du corps de l'autre" ("Gewalt gegen den Körper des Anderen") von Regisseur Denis Côté. Alle Eherungen wurden bereits am Samstagnachmittag in einer kleinen Zeremonie überreicht. Die Preisträger*innen werden am Samstagabend auf einer Gala unterm Sternenzelt dem Publikum vorgestellt. (dpa/cw)
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