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Das farbenfrohe Denkmal (Ausschnitt) wurde von Judith Schröter und Regine Brandt gestaltet (Bild: Stadt Zürich)

Auf dem Friedhof Sihlfeld in Zürich wird am 20. August 2026 um 18 Uhr das erste Queer Memorial der Stadt feierlich eingeweiht. Das Denkmal soll an Menschen erinnern, die infolge queer­feindlicher Diskriminierung, Gewalt oder gesellschaftlicher Ausgrenzung ihr Leben verloren haben, und zugleich alle würdigen, die sich für die Rechte, die Sichtbarkeit und den Schutz queerer Menschen einsetzen.

Die Einweihung erhalte laut den Veranstalter*­innen durch den queer­feindlichen Anschlag in Berlin Ende Juli besondere Aktualität. Gestaltet wurde das farbenfrohe Denkmal von Judith Schröter und Regine Brandt in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit Menschen aus der queeren Community.

"Das Memorial erinnert an jene Menschen, die wir durch Hass und Ausgrenzung verloren haben, und würdigt gleichzeitig alle, die sich seit Jahrzehnten mit Mut und Beharrlichkeit für die Rechte queerer Menschen einsetzen", sagte Barbara Bosshard, Präsidentin von queerAltern Zürich, laut einer Mitteilung der HAZ – Queer Zürich. "Dieses Denkmal gehört der gesamten Community – und allen Menschen, die sich für eine offene und solidarische Gesellschaft einsetzen."

Dominik Steinacher, Co-Präsident der HAZ – Queer Zürich, betonte: "Gerade in einer Zeit, in der queer­feindliche Gewalt weltweit wieder zunimmt, braucht es sichtbare Zeichen der Solidarität. Das Queer Memorial erinnert uns daran, dass die Rechte, die wir heute haben, hart erkämpft wurden – und dass wir sie gemeinsam weiter verteidigen müssen."

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Bei der Einweihungsfeier sprechen unter anderen Stadtpräsident Raphael Golta sowie Joh von Felten, ehemalige Geschäftsleitung der Milchjugend und Board-Mitglied von IGLYO – The International LGBTQI Youth & Student Organisation. Auch Tobias Urech, bekannt als Drag Queen und Historikerin Mona Gamie, tritt auf, musikalisch begleitet vom Chor Rosa sowie von In Motion. Im Anschluss sind alle Gäste zu einem Apéro eingeladen.

Getragen wird das Projekt von der HAZ – Queer Zürich, der Hiv-Aidsseelsorge der katholischen Kirche im Kanton Zürich sowie queerAltern Zürich, unterstützt von zahlreichen weiteren Organisationen. (cw)

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