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Vater bestätigt Tod der Schauspielerin
Sie wurde nur 36 Jahre alt: Hayden Panettiere ist gestorben
Traurige Nachrichten aus den USA: Schauspielerin Hayden Panettiere ist im Alter von 36 Jahren gestorben. Ihre Familie bestätigte die Nachricht. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben.

Schauspielerin Hayden Panettiere wurde nur 36 Jahre alt (Bild: IMAGO / Pacific Press Agency)
- 17. August 2026, 10:06h 5 Min.
- Zu Update springen: Keine Hinweise auf Fremdverschulden (13:40h)
Hayden Panettiere ist tot. Die amerikanische Schauspielerin, die durch die Serien "Heroes" und "Nashville" bekannt wurde, starb im Alter von 36 Jahren in einer Wohnung in Greenville (US-Bundesstaat South Carolina). Bestätigt wurde die Nachricht von ihrem Vater gegenüber ABC News. Dem Portal TMZ zufolge starb Panettiere am Sonntagmorgen. Angaben zur Todesursache lagen zunächst nicht vor.
"Mit tiefer Trauer teilen wir den tragischen Tod unserer geliebten Hayden mit. Sie war ein unglaubliches Licht und eine Naturgewalt, die unermessliche Liebe und Freude in das Leben aller brachte, die sie kannten – und in das der Millionen, die sie auf dem Bildschirm sahen", erklärte ihr Vater Skip Panettiere laut ABC News. Er bat zugleich um Privatsphäre, "da unsere Familie Zeit braucht, um diesen unvorstellbaren Verlust zu verarbeiten".
Polizei ermittelt
Quellen aus Strafverfolgungskreisen bestätigten TMZ, dass die Polizei am Sonntag auf einen Vorfall reagiert habe und Ermittlungen liefen. Laut dem Portal war Panettiere am Samstag gemeinsam mit ihrem On-Off-Freund Brian Hickerson von Los Angeles aus in den Süden geflogen.
Panettiere stand praktisch ihr gesamtes Leben vor der Kamera. Ihren ersten Auftritt hatte sie mit elf Monaten in einem Werbespot. Der Durchbruch gelang ihr als Cheerleaderin Claire Bennet in der NBC-Serie "Heroes". die Serie machte 2006 auch Zachary Quinto weltbekannt, der später die Rolle des Spock in den neuen "Star Trek"-Filmen übernehmen sollte. Später verkörperte Panettiere im Musikdrama "Nashville" (2012-2017) die Country-Sängerin Juliette Barnes. Zweimal war sie für einen Golden Globe nominiert.
Im Kino war sie unter anderem in "Remember the Titans" an der Seite von Denzel Washington zu sehen, außerdem in "Raising Helen" und "Ice Princess". In der "Scream"-Reihe spielte sie Kirby Reed, dem Videospiel "Until Dawn" lieh sie ihre Stimme.
Memoiren erst im Mai erschienen
Über die Schattenseiten ihrer Karriere sprach Panettiere zuletzt offen. Im Mai erschienen ihre Memoiren "This Is Me: A Reckoning", in denen sie den frühen Ruhm, ihre psychische Gesundheit, Gewalt durch einen Ex-Partner, die Mutterschaft und den Tod ihres Bruders verarbeitete. Sie outete sich in der Autobiografie auch als bisexuell und schrieb von dem Druck, als Jungschauspielerin nicht sie selbst sein zu können (queer.de berichtete). Das Buch schaffte es auf die Bestsellerliste der "New York Times".
Ihr Bruder Jansen Panettiere war im Februar 2023 mit 28 Jahren gestorben. Als Ursache nannte die Familie damals eine Herzvergrößerung in Verbindung mit Komplikationen an der Aortenklappe.
Hayden Panettiere hinterlässt ihre elfjährige Tochter Kaya, die 2014 aus der Beziehung mit dem früheren Box-Weltmeister Wladimir Klitschko (50) hervorging. Das Sorgerecht hatte sie 2018 an ihren Ex-Verlobten abgegeben, während sie mit einer Wochenbettdepression kämpfte.
Letzte Lebenszeichen
Nach dem überraschenden Tod der Schauspielerin fällt der Blick auf ihre letzten Auftritte und Beiträge. Auf Instagram, wo ihr rund eine Million Menschen folgen, meldete sich Panettiere zuletzt am 27. Juli. Zu sehen ist eine Schwarz-Weiß-Aufnahme, auf der sie sich lachend an den Fotografen Randall Slavin schmiegt. "Gute Zeiten und gute Freunde", schrieb sie dazu.
Slavin selbst teilte den Beitrag nach ihrem Tod in seinen Instagram-Storys und verabschiedete sich mit den Worten: "Friede sei mit dir, H."
Hayden Panettieres letzte Medienauftritte waren darauf ausgerichtet, andere zu inspirieren und Mut zu machen. In den Monaten vor ihrem Tod, der am Sonntag von ihrem Vater bekannt gegeben wurde, befand sich Panettiere auf einer Medientour, um ihre Memoiren zu bewerben.
Einige Wochen zuvor, am 26. Mai, war Panettiere im Harmony Gold Theater in Los Angeles zu einer Signierstunde und Podiumsdiskussion erschienen. Dort schilderte sie: "So viele Menschen sind innerhalb und außerhalb der Branche auf mich zugekommen, haben mir ihre Geschichten erzählt und gesagt: 'Weil Sie über Ihre psychische Gesundheit gesprochen haben, hat mir das den Mut gegeben, ehrlich über meine zu sein und mir Hilfe zu suchen, und Sie haben mir das Leben gerettet'". Sie habe dann gedacht: "Das hat sich gelohnt. Hoffentlich kann ich die Welt zu einem besseren Ort machen, als ich sie vorgefunden habe." (spot/cw)
Update 13:40h: Keine Hinweise auf Fremdverschulden
Ein Sprecher der Polizei von Greenville teilte dem US-Sender NBC News mit, dass es beim Tod von Panettiere keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe.
Panettiere war demnach am Sonntag gegen 13:50 Uhr Ortszeit leblos in einer Wohnung in Greenville gefunden worden. Den Notruf mit Hinweis auf eine "nicht ansprechbare Frau" setzte laut Polizei eine der Schauspielerin nahestehende Person ab. Rettungskräfte sollen noch medizinische Hilfe geleistet haben, konnten aber nichts mehr ausrichten: Die Betroffene, die später als Panettiere identifiziert wurde, sei noch vor Ort für tot erklärt worden.
Die ersten Ermittlungen hätten keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder verdächtige Umstände ergeben, so die Polizei weiter. Der Fall werde gemeinsam mit dem gerichtsmedizinischen Institut des Greenville County untersucht.
Zur Todesursache gibt es bislang keine offiziellen Angaben. "Es laufen Ermittlungen", sagte Kacey Kitchen, die Sprecherin der Schauspielerin. "Wir sollten morgen mehr wissen."
Am Samstag war Panettiere Medienberichten zufolge in Los Angeles gemeinsam mit ihrem On-off-Partner Brian Hickerson in ein Flugzeug Richtung Süden gestiegen.
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