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Umfrage unter Kritiker*innen
Staatsballett Berlin: "Nurejew" ist "Glanzlicht des Jahres"
- 18. August 2026, 08:14h 2 Min.

Szene aus (Bild: Carlos Quezada)
Das Fachmagazin "Tanz" hat 34 Kritiker*innen zur vergangenen Saison befragt: Das Staatsballett Berlin liegt dabei zum dritten Mal auf dem Spitzenplatz. Als "Glanzlicht des Jahres" wurde die Compagnie unter anderem für die Aufführung des in Russland verbotenen Stücks "Nurejew" ausgezeichnet.
Das Moskauer Bolschoi Theater hatte das Stück über den schwulen Tänzer Rudolf Nurejew (1938-1993) unter politischem Druck aus dem Spielplan gestrichen. Die Inszenierung von Regisseur Kirill Serebrennikow und Choreograph Yuri Possokhov wurde nun erstmals außerhalb Russlands gezeigt (Kritik von Axel Krämer).
Die Compagnie von Intendant Christian Spuck habe in der Saison sehr unterschiedliche choreographische Handschriften und Stile bewältigen müssen und das Ensemble sei ausgezeichnet trainiert, hieß es zur Begründung.
Choreographin des Jahres wurde Sharon Eyal – ausgezeichnet werde sie vor allem für das beeindruckende Stück "Delay the Sadness", das bei der Ruhrtriennale uraufgeführt worden war. "Ein Werk, das zugleich zurückhaltend und ausdrucksstark ist", hieß es zur Begründung.
Die Umfrage schaute nicht nur auf Bühnen. Als Online-Event des Jahres wurde Damien Jalets Choreographie für das Video "Storm" von Gener8ion mit Rapper Yung Lean ausgezeichnet, das online millionenfach geklickt wurde.
Der Preis für das Lebenswerk geht an die brasilianische Ballerina Marcia Haydée, die frühere Direktorin des Stuttgarter Balletts. Als "Glanzpunkte des Jahres" werden das Stuttgarter Ballett, das Ballett Basel, das Wiener Staatsballett, das Ballett am Rhein und die Compagnie Gauthier Dance geehrt. (dpa/cw)
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