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Victor Willis

Witwe äußert sich zur Todesursache des Village-People-Sängers

Ende Juni war Village-People-Leadsänger Victor Willis gestorben. Jetzt verrät seine Witwe die Todesursache.


Victor Willis im Jahr 2008 (Bild: IMAGO / ZUMA Globe)

Rund sechs Wochen nach dem Tod des Village-People-Sängers Victor Willis steht die genaue Todesursache fest: Wie seine Witwe Karen Willis nun mitteilte, erlag die Stimme von Disco-Hymnen wie "Y.M.C.A." einem aggressiven Leberkrebs.

Der Musiker, der Ende Juni im Alter von 74 Jahren verstorben war, sei an den Folgen eines primären Leberkarzinoms gestorben, schilderte Karen Willis in einem aktuellen Facebook-Beitrag. Der Krebs habe bereits Metastasen gebildet.

Zudem verwies die Witwe auf eine tragische familiäre Häufung der Krankheit: "In Victors Familie gibt es eine Veranlagung für primären Leberkrebs, da auch seine Mutter an primärem Leberkrebs gestorben ist, ebenso wie mehrere andere Verwandte."

Victor Willis war 1977 Gründungsmitglied und Co-Autor der größten Hits der Village People – darunter "In the Navy", "Macho Man", "Go West" und "Y.M.C.A.". Die vom schwulen Produzenten Jacques Morali (1947-1991) konzipierte Gruppe spiegelte die hypermaskuline Ikonografie der New Yorker Schwulenszene des Greenwich Village wider und wurde zum globalen Phänomen. Nach Rechtsstreitigkeiten um Songrechte und einer zwischenzeitlichen Trennung kehrte Willis 2017 als Frontmann zur Band zurück und stand bis zuletzt weltweit auf der Bühne.

Willis hatte Probleme mit dem Label "Schwulenhymne" für seine Songs

Als Polizist und Marineoffizier im Ensemble lieferte Willis den unverwechselbaren Leadgesang für Tracks, die bis heute zum festen Repertoire internationaler Pride-Events gehören – auch wenn sich der heterosexuelle Musiker zeitlebens gegen die Lesart seiner Songs als Hymnen der queeren Community gewehrt hatte. 2024 drohte er etwa Medien mit Klagen, die das Lied "Y.M.C.A." als "Schwulenhymne" bezeichneten (queer.de berichtete). "Das muss aufhören, weil es das Lied beschädigt", sagte Willis damals. Schließlich enthalte der Liedtext keine "lasterhafte Aktivitäten", sagte er mit Blick auf Homosexuelle (queer.de berichtete).

Zuletzt fiel Willis vor allem durch seine Nähe zu Donald Trump auf, der insbesondere das Lied "Y.M.C.A." gerne bei Wahlkampfveranstaltungen spielte. Willis erklärte, dass der Song von der Nutzung durch den Präsidenten profitiert habe: "Die finanziellen Vorteile waren großartig, da geschätzt wird, dass 'Y.M.C.A.' durch die fortgesetzte Nutzung mehrere Millionen Dollar eingespielt hat. Daher bin ich froh, dass ich ihm die weitere Nutzung erlaubt habe, und ich danke ihm dafür, dass er meinen Song gewählt hat." (dk)

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