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USA
Queere Republikaner sind jetzt gegen Trans-Rechte
Die größte konservative queere Organisation der USA, die Log Cabin Republicans, zieht einen Schlussstrich. Trans Menschen sind künftig nicht mehr Teil ihrer Community, sondern müssten bekämpft werden.

Die Log Cabin Republicans bei der konservativen CPAC-Konferenz in der Nähe von Washington (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
- 21. August 2026, 14:32h 3 Min.
Der Vorstand der Log Cabin Republicans (LCR), die seit 1977 als Interessenvertretung queerer Mitglieder innerhalb der Republikanischen Partei der USA agieren, hat sich offiziell von der Unterstützung von Trans-Rechten distanziert. Damit vollzieht die Organisation auch formell einen Kurswechsel, der sich in den vergangenen Jahren durch zunehmend transfeindliche Beschlüsse und Rhetorik innerhalb der Partei bereits abgezeichnet hatte.
LCR-Chef Ross Hemminger hat den Schritt am Donnerstag in einer Kolumne in einem konservativen Magazin erläutert. Demnach habe seine Organisation 2015 Trans-Rechte ausdrücklich in das Leitbild der Organisation aufgenommen – "aus der Überzeugung heraus, dass allen Erwachsenen das Recht zustehen sollte, ihr eigenes Glück frei von staatlicher Einmischung zu verfolgen, solange dies nicht die unveräußerlichen Rechte anderer beeinträchtigt."
Angeblich kindesgefährdende "Transgender-Bewegung" ist jetzt der Feind
Heute habe sich die Lage aber verändert: "Die Transgender-Bewegung konzentriert sich mittlerweile überhaupt nicht mehr auf Erwachsene – fast all ihre Bemühungen und die der mit ihr verbündeten Interessengruppen richten sich auf Minderjährige. Sie drängen Schulen dazu, eine radikale Gender-Ideologie zu unterrichten; sie wollen biologische Männer im Frauensport sehen, ungeachtet der Konsequenzen; und was vielleicht am meisten empört: Sie unterstützen geschlechtsangleichende Behandlungen für Minderjährige, oft ohne das Wissen oder die Zustimmung der Eltern, wohl wissend, dass diese Behandlungen größtenteils unumkehrbar sind."
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Zuletzt hatte die Führung der Organisation bereits Einschränkungen für trans Personen verteidigt – darunter Verbote der Behandlung von trans Jugendlichen, obwohl dies laut Studien psychische Probleme und Suizide in dieser Gruppe verhindere (queer.de berichtete). Außerdem trat die republikanische Gruppe für den Ausschluss von trans Frauen aus dem Frauensport ein, obwohl diese – anders als von Republikanern behauptet – laut wissenschaftlichen Studien keinerlei sportliche Vorteile gegenüber cisgeschlechtlichen Sportlerinnen haben (queer.de berichtete). Mit der jetzigen Erklärung verabschiedet sich der Verband endgültig vom Grundsatz der gemeinsamen queeren Solidarität und macht damit den Kurs des extrem queerfeindlichen MAGA-Flügels der Partei zu seinem eigenen. Ohnehin sitzt im LCR-Vorstand seit Jahren keine einzige trans Person – in der 17-köpfigen Führungsriege sind 16 weiße Männer vertreten.
Human Rights Campaign: LCR spaltet Community
Delphine Luneau, die Sprecherin der queeren Organisation Human Rights Campaign, kritisierte die konservativen Organisation gegenüber "LGBTQ Nation" scharf: "Es ist uns neu, dass sie jemals überhaupt so getan haben, als läge ihnen trans Menschen am Herzen. Die LGBTQ+-Community zu spalten und uns gegeneinander auszuspielen, ist genau das, was die Kräfte gegen Gleichberechtigung sehen wollen." Einen Teil einer Community in der falschen Hoffnung zu opfern, dadurch irgendwie den Rest zu schützen, "hat in der Geschichte noch nie funktioniert", so Luneau weiter. "Und es ist eine Taktik, die wir auch heute wieder zurückweisen sollten. Währenddessen ist der Rückhalt für trans Menschen innerhalb der breiteren LGBTQ+-Bevölkerung überwältigend groß, weil die überwiegende Mehrheit von uns versteht, dass all unsere Freiheiten untrennbar miteinander verwoben sind."
Die Trump-Regierung hat Transfeindlichkeit zu einem ihrer Hauptmerkmale gemacht – mit teils martialischem Ton: Im Mai kündigte das Weiße Haus etwa an, gegen "pro-transgender" Terrorismus vorzugehen (queer.de berichtete).
Die Log Cabin Republicans standen immer wieder in der Kritik, die Queerfeindlichkeit ihrer Partei kleinzureden und das Narrativ zu verbreiten, dass queere Linke es nur auf den Missbrauch von Kindern abgesehen hätten. Vor den Präsidentschaftswahlen 2024 behauptete der damalige Chef Charles Moran etwa, dass Trumps demokratische Gegenkandidatin Kamala Harris eine "Kreuzritterin für eine kleine, aber mächtige Clique der LGBT-Linken" sei, die Kinder sexualisieren möchte (queer.de berichtete). (dk)














