https://queer.de/?59264
- 22. August 2026, 08:42h 2 Min.

Innenminister Jan Redmann (Bild: CDU Brandenburg / Laurence Chaperon)
Zum ersten Mal feiert Königs Wusterhausen südöstlich von Berlin am kommenden Samstag (29.8.) einen Christopher Street Day. Zum Schutz ist die Polizei im Einsatz – auch weil Protest einer rechtsextremen Jugendgruppierung angekündigt ist. Die Veranstalter*innen des CSD erwarten mindestens 500 Teilnehmer*innen
Auch Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) will bei der CSD-Demo in der 40.000-Einwohner*innen-Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald dabei sein. Das sei ein wichtiges Zeichen der Solidarität gerade nach dem Anschlag beim CSD im Juli in Berlin, sagte Mitorganisator André-Eike Schwalbach. Außerdem wird Bürgermeisterin Michaela Wiezorek (Bündnis 21) erwartet.
Ebenfalls an dem kommenden Samstag feiert die Stadt Ludwigsfelde den zweiten CSD – rund 30 Kilometer von Königs Wusterhausen entfernt. Bis in den Oktober hinein folgen weitere Demonstrationen der queeren Community in anderen Regionen Brandenburgs.
Die Jägertruppe Berlin-Brandenburg rief zum Protest in Königs Wusterhausen auf. "Wir sagen nein zum CSD", hieß es etwa bei Instagram. Die Jägertruppe ist laut Verfassungsschutz eine von mehreren aktionsorientierten, rechtsextremistischen Jugendgruppen, die in sozialen Medien entstanden sind. Immer wieder kommt es bei Veranstaltungen der queeren Community in Deutschland zu Gegenaktionen aus der rechtsextremen Szene.
Innenminister Redmann hatte der dpa vor kurzem gesagt: "Wer an Christopher Street Days (CSD) teilnimmt, soll das ohne Angst tun können." Zugleich erfordere es in kleinen Orten Brandenburgs aus seiner Sicht mehr Mut von queeren Menschen, sich offen zu zeigen. Redmann ist schwul und geht offen mit seiner Homosexualität um. (cw/dpa)
Mehr zum Thema:
» Alle CSD-Termine 2026 auf queer.de














