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https://queer.de/?5928
  • 12. November 2006 30 2 Min.

Jerusalem (queer.de) - Trotz der Absage der Gay-Pride-Parade haben am späten Freitagnachmittag Tausende Schwule und Lesben in Jerusalem für ihre Rechte demonstriert. Als Ersatz für den geplanten Zug durch die israelische Hauptstadt, der aus Sicherheitsgründen gecancelt worden war, fand eine Kundgebung im Stadion auf dem Gelände der Hebräischen Universität in Givat Ram statt. Nach Polizeiangaben kamen etwa 2.000 Demonstranten, die Organisatoren schätzten hingegen, dass die Zahl näher an 10.000 heranreiche. Die Knesset-Abgeordnete Sehava Gal-On von der linksgerichteten Meretz-Partei beglückwünschte in einer Ansprache die Verantwortlichen zu der Kundgebung. Sie lobte ihre "Weisheit und den Mut und die Weise, in der der Kampf um Gleichheit, Redefreiheit und Demokratie geführt wurde". Für die kommenden Jahre kündigte sie wieder Paraden an: "Wir haben diesen Kampf gewonnen; wir werden 2007 und 2008 marschieren." Einige Aktiisten wollten trotz des Sicherheitsrisikos spontan eine Parade in Jerusalem abhalten. Dabei wurden etwa 30 Aktivisten festgenommen. Auch fünf Gegendemonstranten nahm die Polizei fest. Sie waren mit Schlagstöcken, Messern und einer Pistole bewaffnet. Während der Kundgebung versuchte zudem ein Mann, die Bühne zu stürmen und homophobe Slogans zu rufen. Er wurde ebenfalls durch die Polizei aufgehalten und vom Gelände entfernt. Insgesamt waren 3.000 Polizisten im Einsatz, um die Versammlung zu sichern. Jerusalems Polizeikommandeur Ilan Franco zog laut eine Medienberichten eine positive Bilanz: "Die Polizei und die Bewohner Jerusalems haben ein wichtiges Kapitel abgeschlossen. Jetzt sind die Ruhe und die Vernunft zurückgekehrt, die Jerusalem so dringend benötigt." (cw)

-w-

#1 redforceAnonym
#2 MarkusHH
  • 12.11.2006, 11:55hHamburg
  • Besonders bedauerlich finde ich, dass ausgerechnet Juden, die seit Jahrhunderten zu einer verfolgten Gruppe gehört(t)en, nicht den Anstand besitzen, Schwule und Lesben gewähren zu lassen. Es scheint sie immer und überall zu geben: Schwache, die auf noch Schwächere treten... Schade.
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#3 hwAnonym
  • 12.11.2006, 13:43h
  • @ markus
    die haben alle angst um ihre nichtstaatlichen sozialen sicherungssysteme, familie oder grossfamilie, in zeiten der "moderne", mit dem nicht unbegründeten verdacht, auf einer sehr gut möglichen verliererseite, angst um die existenz haben zu müssen.
    (christen, juden, moslems)
    bei den juden sogar als volk.(geburtenrate,
    iranische atomwaffen). selbst wenn es diese gäbe und sie nie eingesetzt werden würden, würden sie reichen den zuzug von juden aus aller welt nach israel aus angst zu verhindern. olmert und ahmadi nedschad wissen das. geburtenraten sind bekannt. wer´s scheinbar also knallen lassen muss ist klar.
    post-modern scheint zu sein, dass sich z.b. alle acht stunden ein indischer bauer umbringt und alle 5 sekunden ein mensch verhungert. von den normalen kriegen mal abgesehen. ist doch eher mittelalter oder täusche ich mich da ? als schwuler kann man sich da auf athen berufen, war doch ´ne demokratie und die hatten schließlich auch sklaven und schwulen sex.
    hellau und alaaf....
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