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"Ich kann Sichtbarkeit abseits der Kamera schaffen"

Madison Bailey beklagt fehlende queere Repräsentation bei "Outer Banks"

Die pansexuelle Schauspielerin Madison Bailey zeigt sich enttäuscht, dass ihre Figur bei "Outer Banks" kein Coming-out hat. Bald könnte sie aber in einem queeren Projekt zu sehen sein.


Madison Bailey spielte in der 50-teiligen US-Serie "Outer Banks" die Rolle der rebellischen Kiara "Kie" Carrera (Bild: Netflix / Lee Davis)

Die Netflix-Erfolgsserie "Outer Banks" mag weltweit Millionen Fans vor die Bildschirme fesseln, in puncto queere Sichtbarkeit blieb das Jugend-Abenteuerdrama jedoch hinter den Erwartungen vieler Zuschauer*innen zurück. Nun hat sich Hauptdarstellerin Madison Bailey (27), die in der Serie die Rolle der rebellischen Kiara "Kie" Carrera spielt, offen zur fehlenden Repräsentation geäußert – und zugleich eine eigene queere Rolle in Aussicht gestellt.

Bailey, die sich 2020 öffentlich als pansexuell geoutet hat, sprach gegenüber "Out" über die Diskrepanz zwischen ihrer eigenen Identität und der heteronormativen Erzählweise der Serie. Kiaras Liebesleben blieb über alle Staffeln hinweg ausschließlich heterosexuell geprägt – sie hätte sich hingegen ein Coming-out ihrer Figur gewünscht. Trotz der fehlenden queeren Figuren auf dem Bildschirm freue sich Bailey darüber, dass Fans über ihre reale Person einen Ankerpunkt finden: "Gerade wegen des Mangels an queerer Repräsentation in dieser Serie bin ich wirklich froh, dass die Leute durch mich im echten Leben einen Bezug dazu herstellen können. Ich kann diese Sichtbarkeit abseits der Kamera schaffen."

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"Outer Banks" behandelt Konzept der Wahlfamilie

Auch wenn queere Liebesgeschichten ausblieben, sieht Bailey starke Parallelen zur queeren Lebensrealität in den Kernthemen der Serie – insbesondere beim Motiv der Wahlfamilie: "Deine Community steht dir bei jeder Herausforderung zur Seite und hält dir immer den Rücken frei – wir stehen füreinander ein." Dieses Thema habe viele queere Fans berührt.

Kritiker*innen, die sich an queerer Sichtbarkeit stören, gab sie eine Botschaft auf den Weg: "Sucht euch mal etwas Freude im Leben! Ich kann mir nur vorstellen, dass so etwas aus purer Verbitterung kommt. Zu sehen, wie Menschen laut und glücklich sind… das ist ein inneres Problem. Sucht euch irgendetwas, das euch glücklich macht. Sucht euch irgendwas, verdammt! Lasst uns einfach in Ruhe!"

Für die Zukunft kündigte Bailey an, selbst aktiv eine queere Film- oder Serienrolle gesucht zu haben. Auf die Frage nach entsprechenden Projekten deutete sie an, dass dies bereits in greifbare Nähe rücke: "Darf ich anteasern, dass das vielleicht gerade in Echtzeit Wirklichkeit wird? Es ist auf dem Weg! Ich habe es herbeigesehnt."

Die fünfte und letzte Staffel von "Outer Banks" ist vergangene Woche auf Netflix erschienen. Die Serie spielt eigentlich in North Carolina, wurde aber im benachbarten South Carolina gedreht. Grund waren queerfeindliche Gesetze in North Carolina, in denen die Diskriminierung von queeren Menschen ausdrücklich erlaubt wurde (queer.de berichtete). (cw)

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