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Szene aus "Rains Over Babel" (Bild: Cinemien)

Kolumbien tritt bei den Oscars 2027 mit dem queeren Fantasy-Drama "Rains Over Babel" von Regisseurin Gala del Sol an. Die kolumbianische Filmakademie wählte den Film als offiziellen Beitrag des Landes in der Kategorie "Bester internationaler Film" aus, wie der Verleih Cinemien mitteilte. Zudem vertritt das Werk Kolumbien bei den Premios Goya 2027 in der Sparte "Bester iberoamerikanischer Film".

Del Sols Spielfilmdebüt erzählt von einem Seelenfänger, der kurz vor Ablauf seines Vertrags nach Antworten aus seiner Vergangenheit sucht. Dabei kreuzen sich die Wege verlorener Seelen – darunter eine Dragqueen im Konflikt mit ihrer streng religiösen Familie sowie ein Geist auf der Suche nach seinem eigenen Körper. Der Film gilt als exzentrische Neuinterpretation von Dantes "Göttlicher Komödie" und feierte 2025 beim Sundance Film Festival Premiere. Seither lief er auf zahlreichen internationalen Festivals, unter anderem in Rotterdam, Málaga und San Francisco, und wurde mehrfach ausgezeichnet.

In Deutschland startete "Rains Over Babel" im Februar 2026 im Kino. Der Film sei "wild, übernatürlich und übersinnlich" und könnte sich "zu einem echten queeren Geheimtipp entwickeln", lobte damals queer.de-Filmkritiker Fabian Schäfer. Auf "Rotten Tomatoes" fielen rund 92 Prozent der gesammelten Kritiken positiv aus. (cw)

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