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Dolly Parton ist tot

Sie war die unangefochtene Königin der Country-Musik, Vorbild für Generationen von Dragqueens und eine Verbündete der queeren Community: Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben.


Dolly Parton 2014 beim Glastonbury Music Festival (Bild: IMAGO / Avalon.red)

Country-Superstar Dolly Parton ist tot. Wie ihre Familie am Dienstag bestätigte, starb die amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin im Alter von 80 Jahren in ihrem Zuhause in Nashville gestorben. In einer Erklärung, die ihrem Neffen und Sicherheitschef Bryan Seaver zugeschrieben wird, heißt es, Parton sei "friedlich" eingeschlafen. Für den engsten Familienkreis werde eine kleine, private Trauerfeier stattfinden, hieß es weiter.

Seaver veröffentlichte auch ein Video auf Instagram, in der er über den Tod seiner Tante sprach. Sie habe ihn vor Jahren gefragt, ob er dieses Video für sie machen könne. "Ich habe mir vorgestellt, wie schwierig dieser Moment sein wird, aber erst jetzt wird es mir wirklich klar", so Seaver, der Sohn von Partons Schwester Cassie.

Mit Welthits wie "Jolene", "9 to 5" und "I Will Always Love You" schrieb die im US-Bundesstaat Tennessee geborene und aus einfachen Verhältnissen stammende Musikerin Musikgeschichte. Im Laufe ihrer jahrzehntelangen Karriere wurde sie mit unzähligen Grammys ausgezeichnet, dominierte die Charts und baute mit ihrem Freizeitpark "Dollywood" ein Millionenimperium auf.

Noch am 21. August hatte sich Parton beim US-Magazin "People" zu ihrem Zustand geäußert. Sie habe gesundheitliche Probleme, die sie während der Pflege ihres Mannes vernachlässigt habe. Schwierige Phasen kenne sie, bereits in den frühen 1980er-Jahren sei sie monatelang ausgefallen. Sie sei noch am Heilen, arbeite aber weiter: "Ich habe noch so viele Dinge, die ich erreichen will."

Ihre Gesundheit hatte seit dem Herbst 2025 für Schlagzeilen gesorgt. Ende September verschob sie eine für Dezember geplante Konzertreihe im Caesars Palace in Las Vegas aus gesundheitlichen Gründen auf September 2026. Es wäre ihr erstes längeres Engagement in der Stadt seit mehr als 30 Jahren gewesen. Im Mai 2026 sagte sie die Konzertreihe schließlich endgültig ab (queer.de berichtete).

Frühe Verbündete in schweren Zeiten

Für queere Menschen nahm Parton schon früh eine Sonderstellung ein. In Zeiten, in denen sich kaum eine Persönlichkeit des Country-Establishments traute, sich solidarisch zu zeigen, bezog sie unmissverständlich Stellung: Bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren unterstützte sie Aidshilfen und Menschen aus der Community diskret, aber kontinuierlich mit Spenden und Solidaritätsbekundungen. Früh sprach sie sich offen für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare aus. Zuletzt setzte sie sich in der aufgeheizten US-Debatte auch für trans Menschen ein (queer.de berichtete). (cw/spot)

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