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Abschied nach 25 Jahren

Thorsten Schorn verlässt WDR 2

Eine der bekanntesten Stimmen des Landes verlässt das WDR-Tagesprogramm: Nach einem Vierteljahrhundert im Radio nimmt Thorsten Schorn Abschied.


Thorsten Schorn ist auch ein jecker Lokalpatriot: Hier ist er bei der Karnevalssitzung des 1. FC Köln zu sehen (Bild: IMAGO / Nordphoto)

In Nordrhein-Westfalen begleitete Thorsten Schorn Radiohörer*innen 25 Jahre lang im Westdeutschen Rundfunk durch den Tag. Damit ist ab nächste Woche Schluss: Wie das Branchenmagazin DWDL.de berichtet, soll er am 4. September zum letzten Mal regulär auf WDR 2 zu hören sein.

Schorn war von 2001 bis 2017 eine der Stimmen im Radiosender 1Live, der jungen Welle des WDR. Danach wechselte er zur Pop- und Infowelle WDR 2, dem beliebtesten Sender in NRW. Schorn moderierte hier wochentags die Nachmittags- bzw. Frühabendstrecke zwischen 15 und 19 Uhr. Laut DWDL.de wolle er "neue berufliche Wege einschlagen".

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WDR bedauert Abgang

WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk würdigte Schorns Leistung, bedauerte aber auch seinen Ausstieg: "Thorsten ist ein brillanter Moderator, der das Radio liebt. Seine Leidenschaft für das Medium und sein prägnanter, charmant-frecher Stil sind einmalig. Wir bedauern es sehr, dass Thorsten nach so vielen gemeinsamen Jahren nun weiterzieht, respektieren aber natürlich seine Entscheidung. Umso schöner ist, dass er dem WDR und der ARD an anderer Stelle verbunden bleibt." Denn schon am 10. September kommentiert Thorsten Schorn wieder die Verleihung des Deutschen Radiopreises, die auch auf WDR 2 zu hören sein wird.

Der 50-Jährige dürfte außerdem noch weiter in anderen Positionen in der Öffentlichkeit bleiben. So kommentiert er seit 2024 den Eurovision Song Contest – und wird damit wohl nicht so schnell aufhören. Sein Vorgänger Peter Urban machte den Job mehr als 20 Jahre lang.

Außerdem hat Schorn noch andere Betätigungsfelder: So übernahm er kürzlich den Jury-Vorsitz bei der Internationalen Gartenschau 2027 im Ruhrgebiet (queer.de berichtete). Des weiteren hat er einige Jobs beim Privatsender RTL – immerhin ist der WDR- und der RTL-Hauptsitz in Köln nur zwei Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. So war oder ist er bei vielen Shows die Off-Stimme, etwa bei "Prince Charming" oder der "Shopping Queen". Bei der RTL-Show "Denn sie wissen nicht, was passiert" fungiert er als Spielleiter und Schiedsrichter. Für den WDR arbeitet er zudem regelmäßig als Kommentator und Reporter beim Kölner Straßenkarneval.

Coming-out im Jahr 2014

Geoutet hatte sich 2014 sein Coming-out am Ende einer Radiosendung von 1Live. Er nahm damals Bezug zum Coming-out des Fußballspielers Thomas Hitzlsperger und erklärte: "Ich bin Thorsten Schorn und schwul und tschüss" (queer.de berichtete). Erst im Juni absolvierte er mit seinem Ehemann Peiro einen seltenen Red-Carpet-Auftritt – beim Sommerfest der Film- und Medienstiftung NRW in Köln (queer.de berichtete). (dk)

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