Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?59345

Zeug*innen gesucht

Nase und Jochbein gebrochen: Brutaler Angriff auf trans Frau in Dresden

Im Dresdner Stadtteil Gorbitz haben mutmaßlich drei Männer eine 45-jährige trans Frau krankenhausreif geschlagen. Die Polizei vermutet ein transfeindliches Motiv. Zwei Verdächtige sitzen in U-Haft, ein dritter Angreifer wird noch gesucht.


Der Amalie-Dietrich-Platz im Dresdner Stadtteil Gorbitz ist als Kriminalitätsschwerpunkt bekannt (Bild: IMAGO / Sven Ellger)

Am Amalie-Dietrich-Platz im Dresdner Stadtteil Gorbitz ist eine 45-jährige trans Frau von mehreren Männern brutal zusammengeschlagen worden. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden am Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Die Tat ereignete sich demnach bereits am Mittwochabend gegen 23 Uhr. Die trans Frau soll zunächst mit den Männern Alkohol getrunken haben, dann kippte jedoch Stimmung. Laut Polizeibericht wurde die 45-Jäöhrige geschubst, geschlagen und mehrfach ins Gesicht getreten. Anschließend sollen die Angreifer den Rucksack der trans Frau mitsamt ihrem Personalausweis geklaut haben. Der Amalie-Dietrich-Platz ist in Dresden als Kriminalitätsschwerpunkt bekannt.

- Werbung -

Gebrochenes Nasenbein und eine Jochbeinfraktur

Die trans Frau erlitt bei dem Angriff eine Nasenbein- und eine Jochbeinfraktur und musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Mittlerweile konnte sie die Klinik wieder verlassen.

Die Ermittler*innen gehen von einem möglichen Hasstat-Hintergrund aus: "Es spricht nach aktuellem Ermittlungsstand einiges dafür, dass der Tat ein transfeindliches Motiv jedenfalls mit zugrunde gelegen haben könnte", erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei.

Zwei Tatverdächtige festgenommen

Zwei der drei Tatverdächtigen – ein 20- und ein 29-Jähriger, beide Deutsche – wurden noch in der Tatnacht identifiziert und festgenommen. Das Amtsgericht Dresden erließ am 27. August auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen beide; sie sitzen seither in Untersuchungshaft und haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Beide Männer sind bereits vorbestraft, einer u.a. wegen verbotener Nazisymbolik.

Nach dem dritten Angreifer wird weiter gefahndet. Die Polizeidirektion Dresden bittet Zeug*innen, die Hinweise zur Tat oder zu dem noch unbekannten dritten Beteiligten geben können, sich unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 zu melden. (cw)

-w-