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Caleb Shomo
Beartooth-Frontmann spricht über homophobe Reaktionen nach seinem Coming-out
Drei Monate nach seinem Coming-out zieht Caleb Shomo Bilanz: Es habe online sehr viel Homophobie gegeben, seine wahren Fans hätten aber hinter ihm gestanden.

Caleb Shomo zieht insgesamt eine positive Bilanz seines Coming-outs (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
- 31. August 2026, 13:04h 3 Min.
Caleb Shomo, Sänger der amerikanischen Hardcore-Band Beartooth, hat erstmals ausführlich darüber gesprochen, wie viel Ablehnung und queerfeindliche Reaktionen ihm nach seinem Coming-out und dem Ende seiner 14-jährigen Ehe entgegenschlugen. In einem aktuellen Interview im Podcast "The Break Down With Nath & Johnny" berichtete er dabei, dass er online sehr viele negative Reaktionen erhalten habe – ganz anders sei es bei Konzerten gewesen.
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Im Mai hatte sich der 33-jährige Musiker als schwul geoutet, nachdem entsprechende Gerüchte in sozialen Medien kursiert hatten (queer.de berichtete). Auslöser für erste Spekulationen – und teils heftige homophobe Angriffe – war unter anderem das Musikvideo zur Single "Free", in dem sich Shomo mit auffälligen Outfits und Make-up zeigte.
Kurz nach seinem Coming-out reichten Caleb und seine Ehefrau Fleur, mit der er seit 2012 verheiratet war, einvernehmlich die Scheidung ein (queer.de berichtete).
"Einfach eine Menge Homophobie"
Im Podcast zog Shomo nun Bilanz über die Reaktionen aus der oft noch von traditionellen Männlichkeitsbildern geprägten Rock- und Metalcore-Community: "Ehrlich gesagt war es einfach eine Menge Homophobie. Viele Leute kamen überhaupt nicht damit klar, wie ich mich präsentiere und was ich tue. Das war traurig mit anzusehen." Er erklärte, dass sein Coming-out diese Reaktionen nicht gerade abgemildert habe, er sich jedoch weigere, sich davon einschüchtern zu lassen.
Seinen Schritt an die Öffentlichkeit bedauere er nicht: "In meiner jetzigen Lebensphase empfinde ich die größte Freude, wenn ich meine verdammten Nägel trage, mir ein verdammt gewagtes Outfit anziehen kann und meine verdammte Rüstung anlege – nämlich meinen Glam und mein Make-up. Und dann macht es mich einfach verdammt frei", so Shomo. "Ich habe es einfach verdient, glücklich zu sein, und ich habe es verdient, frei zu sein, und ich habe es verdient, das Leben zu leben, das ich leben will: anzuziehen, was zum Teufel ich will, so zu reden, wie ich verdammt noch mal will, und alles zu tun, was ich will – denn das Leben ist verdammt kurz."
"Welle der Unterstützung" bei Auftritten
Es habe aber auch sehr viele mutmachende Reaktionen im direkten Live-Kontakt mit dem Publikum gegeben: "Nachdem 'Free' herausgekommen war, habe ich einfach erlebt, wie dieser Wandel passierte – diese Welle der Unterstützung. Die Leute tauchten plötzlich mit verdammten Schildern auf und haben mir einfach unglaublich bestärkende Sachen auf die Bühne hochgerufen."
Shomo hatte bereits zuvor offen über seine strenge religiöse Erziehung, Depressionen sowie jahrelangen Alkoholmissbrauch gesprochen, mit dem er versucht habe, seine wahren Gefühle zu unterdrücken. Erst der Weg in die Nüchternheit und Therapie habe ihm die Kraft gegeben, sich selbst und seiner sexuellen Orientierung zu stellen. Im Podcast stellte er klar, dass er sich gedacht habe: "Das ist es. Ich ändere gar nichts mehr. Ich werde vor diesem Ding keine Angst mehr bekommen." (cw)














