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Dave Klingeberg
Der Tod von Rex Gildo: Freund packt in neuem Buch aus
Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Tod von Rex Gildo veröffentlicht dessen heimlicher Lebenspartner ein Buch, in dem er den Suizid des Schlagerstars beschreibt.

Dave Klingeberg hat sein Buch über sein Leben mit Rex Gildo veröffentlicht (Bild: Dave Klingeberg, Sabinchen63rex / wikipedia)
- 31. August 2026, 15:03h 3 Min.
Dave Klingeberg war rund sieben Jahre lang mit Rex Gildo zusammen – bis zu dessen Suizid im Oktober 1999. Der Schlagersänger sprang damals aus seiner Münchner Zweitgeschosswohnung in den Tod. Nun hat sein 52-jähriger Privatsekretär und angeblich geheimer Lebenspartner im Eigenverlag das Buch "Die Wahrheit hinter der Lüge – Mein Weg" (Amazon-Affiliate-Link ) veröffentlicht.
In dem Buch beschreibt der heute in Zypern lebende Unternehmer Klingeberg etwa, wie er den Schlagerstar als 15-Jähriger kennenlernte – und wie sich die beiden näher kamen. Er berichtet auch, wie sein Freund aus dem Badezimmerfenster gesprungen sei: "Ich riss die Tür auf. Da saß er, im Fensterrahmen, der Blick schon woanders. Ich griff mit beiden Händen nach ihm. Ich berührte ihn. Kaum eine Sekunde. Dann war er weg. Es war zu spät." Weiter heißt es in dem Buch: "Der Aufschlag kam von unten herauf, hart, dumpf, endgültig. Ein Schrei. Ein Stöhnen. Ein Jammern, das nicht aufhören wollte. Die zwei Sanitäter schauten sofort aus dem Fenster und rannten nach unten. Ich brach vor der Badewanne zusammen und schrie."
Er selbst habe damals unter Mordverdacht gestanden: "Das Verhör ging geraume Zeit, und ich musste mich vor den fremden Kriminalbeamten outen", so Klingeberg. "Heute ist mir das egal. Damals war es mir peinlich. Ich musste alles auspacken. Ich musste gestehen, dass wir eine Beziehung hatten. Ich musste den ganzen Vorgang erklären. Ich stand unter Mordverdacht."
Hassbriefe von Rex-Gildo-Fans
Geholfen habe ihm damals, dass zwei Sanitäter gesehen hatten, wie der Sänger selbst aus dem Fenster sprang. Viele Fans hätten Klingeberg trotzdem für den Tod ihres Idols verantwortlich gemacht: "Nach Rex' Tod bekam ich zwei Wäschekörbe voller Briefe. Manche schrieben mir 'Du Mörder' oder 'Sein Blut klebt an Deinen Händen'", erinnert er sich. Er habe diese Briefe später entsorgen lassen, ohne sie erneut zu lesen.
Gildo zog sich bei dem Sturz schwerste innere Verletzungen und Brüche zu. Er wurde in ein Münchner Klinikum eingeliefert und dort in ein künstliches Koma versetzt. Drei Tage später, am späten Abend des 26. Oktober 1999, erlag er im Alter von 63 Jahren einem Organversagen.
Schon zu Lebzeiten war es ein offenes Geheimnis, dass Gildo über Jahre hinweg massiv zu Schlafmitteln, Schmerzmitteln und Alkohol gegriffen hatte. Er habe auch unter seiner schwindenden Popularität gelitten. Neben chronischen körperlichen Beschwerden lasteten Berichten zufolge erhebliche Schulden und Zukunftsängste auf ihm.
Nach dem Tod kam es zu einem Rechtsstreit um Gildos Nachlass zwischen dessen Witwe Marion Hirtreiter (1938-2019) und Klingeberg. Dieser legte ein handschriftliches Schriftstück vor, das ihn als Erben von 50 Prozent der zukünftigen Tantiemen aus Gildos musikalischem Werk einsetzen sollte. Über seine Ehefrau stand darin unter anderem der Satz: "Sie verließ mich vor Jahren." Die Witwe klagte gegen die Gültigkeit dieses Papiers – und bekam Recht: Im Dezember 2000 entschied das Landgericht München I, dass das Testament ungültig ist. Ausschlaggebend waren formale Mängel – das Schriftstück enthielt weder eine Orts- noch eine Datumsangabe. Klingeberg musste daraufhin die Verfahrenskosten tragen und ging beim Erbe leer aus. (cw)
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