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Polizei ermittelt
Berlin: Gedenkort für CSD-Anschlag zerstört
Nur wenige Wochen nach ihrer Aufstellung ist die Regenbogenbank im Berliner Tiergarten durch "massive Gewalteinwirkung" zerstört worden.

So sah die Regenbogenbank am Dienstagmorgen aus (Bild: privat)
- 1. September 2026, 10:58h 2 Min.
Erneuter Schock für die queere Community in der Hauptstadt: Ein erst Anfang August eingerichteter queerer Gedenkort nahe der Bellevueallee und dem Ahornsteig im Berliner Tiergarten wurde Ziel schwerer Zerstörung. Die in Regenbogenfarben gestaltete Parkbank wurde so stark beschädigt, dass sie nach Angaben der Polizei nun vollständig abgebaut werden muss. Auf Fotos ist zu sehen, wie sämtliche bunte Holzlatten herausgerissen worden sind und die Rückenlehne vom übrigen Gestell abgebrochen wurde. Die Beschädigung war am Dienstagmorgen entdeckt worden.
Die Bank sollte zusammen mit einem neu gepflanzten Ahornbaum an die Opfer der islamistischen Terrorattacke auf den Berliner CSD vom 25. Juli erinnern. An diesem Ort hatte der Terrorist Abdul Ballout nach bisherigen Ermittlungen mehrere Personen mit einem Kleinbus gerammt und anschließend Passant*innen mit einer Machete angegriffen. Eine Frau starb, 31 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizeibedienstete den Attentäter in Berlin-Spandau bei dem Versuch, ihn festzunehmen.
Polizei berichtet von "massiver Gewalteinwirkung"
Gegenüber der "Bild"-Zeitung sprach die Polizei von "massiver Gewalteinwirkung" auf die Bank. Man ermittle nun wegen Sachbeschädigung. Zudem steht die Polizei im Austausch mit dem polizeilichen Staatsschutz, um einen möglichen queerfeindlichen Hintergrund der Tat zu prüfen.
Entsetzt äußerte sich der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano: "Ganz im Ernst: Was stimmt mit Menschen nicht?", fragte der SPD-Politiker auf Instagram. "Wer einen Ort beschädigt, an dem Menschen um eine Tote trauern und an die Verletzten eines Terroranschlags erinnern, überschreitet für mich eine Grenze, für die mir langsam die Worte fehlen". Pantisano bekräftigte jedoch, dass sich die queere Community von der Tat nicht einschüchtern lassen werde: "Wenn jemand geglaubt haben sollte, mit dieser Zerstörung auch das Zeichen dahinter zerstören zu können, dann haben diese Personen nichts verstanden. Denn den Regenbogen kann man nicht verhindern. Auch ihr nicht!"
Die Regenbogenbank war am 6. August eröffnet worden (queer.de berichtete). Sie sollte Menschen nach dem Terroranschlag Raum zum Trauern und Innehalten geben. (cw)














