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Juristische Auseinandersetzung
Rapper streute Gerüchte über Drogen bei "Chemparty": Jens Spahn zeigt Ski Aggu an
In einem Livestream hat Rapper Ski Aggu schwere Behauptungen über angeblichen Drogenmissbrauch von Jens Spahn aufgestellt. Der CDU-Politiker lässt das nicht auf sich beruhen und hat nun rechtliche Schritte eingeleitet.

Jens Spahn wehrt sich gegen Äußerungen von Rapper Ski Aggu (Bild: RTL)
- 3. September 2026, 13:41h 3 Min.
- Zu Update springen: Ski Aggus Management spricht von "vollständig erfundener Erzählung" (20:50h)
Jens Spahn (46) und Ski Aggu (28) sind an einer rechtlichen Auseinandersetzung beteiligt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete hat Strafanzeige gegen den angeblich in einer polyamoren Beziehung lebenden Rapper gestellt, nachdem dieser ihm in einem Livestream Drogenkonsum unterstellt hatte. Ein Video mit dem betreffenden Ausschnitt ging daraufhin viral.
/ Ralf_HoeckerDie in dem Video erhobenen Vorwürfe sind komplett frei erfunden. Nichts daran stimmt. Nicht einmal das geringste Detail. Wir haben das gestern Abend abgemahnt.
Ralf Höcker (@Ralf_Hoecker) September 3, 2026
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Der Vorwurf lautet Verleumdung, berichtet unter anderem der "Stern". Parallel dazu ließ der frühere Bundesgesundheitsminister die Macher des Videos anwaltlich abmahnen. "Die Inhalte des Videos sind frei erfunden und erlogen. Die Ersteller des Videos wurden anwaltlich abgemahnt, das Video wurde zwischenzeitlich gelöscht. Eine Strafanzeige wird gestellt", teilte Spahns Büro dem Magazin mit.
"Die schlimmsten Bretter gezogen"
Am späten Abend des 18. August war Ski Aggu zu Gast in der "Almani Show", einem Livestream-Format des Rappers Almani, das aus dem Berliner U-Bahnhof Tempelhof auf Twitch übertragen wurde. Dort erzählte der Musiker von einer privaten schwulen Feier, auf der er nach eigener Darstellung Spahn und dessen Ehemann begegnet sei. Beiden warf er den Konsum illegaler Substanzen vor. Wörtlich sagte er, die beiden hätten "die schlimmsten Bretter gezogen", also pulvrige Drogen durch die Nase eingenommen.
Die Veranstaltung bezeichnete er dabei als "Chemparty". Gemeint sind damit private Treffen, bei denen verabredeter Geschlechtsverkehr mit dem Konsum meist synthetischer Drogen einhergeht. Direkt danach hatte Ski Aggu um die Entfernung des Ausschnitts gebeten, woraufhin auf die Live-Übertragung verwiesen wurde. Unter dem Video erklärte er dann aber, die Geschichte sei "ausgedacht und dient nur zu Unterhaltungszwecken."

Ski Aggu (re.) sprach im Sat.1-Früstücksfernsehen kürzlich über seine angeblich polyamore Beziehung (Bild: Screenshot Sat.1)
Ski Aggu, bürgerlich August Jean Diederich, zählt zu den erfolgreichsten deutschen Rappern der Gegenwart. Mit "Party Sahne" gelang ihm 2022 der Durchbruch, seine Alben stiegen zuletzt jeweils auf Platz 1 der Charts ein. Erkennbar ist der Berliner an seiner verspiegelten Skibrille, die er praktisch nie ablegt.
Illegaler Livestream
Die Anzeige von Jens Spahn, der Mitte Juli nach dem Skandal um eine Leihmutterschaft von seinem Posten als Fraktionsvorsitzender der Union zurückgetreten war, ist nicht der einzige Vorfall im Zusammenhang mit dem Stream. Sicherheitsleute der Verkehrsbetriebe und die Polizei hatten die Übertragung gestoppt und die Beteiligten des Bahnhofs verwiesen. Angemeldet war der Auftritt nicht. Gegen die Gruppe hinter der "Almani Show" ermitteln die Behörden deshalb inzwischen auch wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch. (spot/cw)
Update 20:50h: Ski Aggus Management spricht von "vollständig erfundener Erzählung"
Das Management von Ski Aggu hat sich inzwischen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu der Anzeige geäußert: "Bei der im Stream erzählten Geschichte handelte es sich um eine vollständig erfundene und überspitzte satirische Erzählung und ausdrücklich nicht um einen Tatsachenbericht". Der satirische Charakter sei dabei im Zusammenhang mit dem veröffentlichten Video kenntlich gemacht worden.
In der Erklärung heißt es weiter: "Sowohl der Streamer als auch Ski Aggu haben in der Videobeschreibung und in den Kommentaren öffentlich klargestellt, dass die Geschichte satirisch und nicht wahr ist. Diese Hinweise waren für die Zuschauer sichtbar und haben eine entsprechend hohe Resonanz erhalten."














